NBA: Brunson erzielt 30 Punkte gegen die Cavs – Knicks kurz vor dem nächsten Sweep

Jalen Brunson von den New York Knicks dominierte Spiel 3 gegen die Cavaliers.
Jalen Brunson von den New York Knicks dominierte Spiel 3 gegen die Cavaliers.Gregory Shamus/Getty Images via AFP

Basketball-Weltmeister Dennis Schröder steht mit den Cleveland Cavaliers in der NBA vor dem Aus. Im Conference Final gegen die New York Knicks kassierte das Team des deutschen Spielmachers im dritten Halbfinalspiel in der Nacht zum Sonntag bereits die dritte Niederlage und liegt in der Best-of-Seven-Serie fast aussichtslos zurück. Keinem Team in der NBA-Geschichte ist es je gelungen, einen 0:3-Rückstand in den Playoffs aufzuholen.

Die New York Knicks stehen nach dem deutlichen 121:108-Erfolg in Cleveland ganz dicht vor ihrer ersten NBA-Finalteilnahme seit 27 Jahren. Für das Traditionsteam aus dem "Big Apple" läuft es derzeit wie am Schnürchen: Die Truppe ist seit einem kompletten Monat ungeschlagen und schraubte ihre beeindruckende Playoff-Siegesserie mit dem jüngsten Erfolg auf sagenhafte zehn Partien hoch. Die Eastern Conference Finals entwickeln sich damit zu einer One-Team-Show, in der die Knicks nun eine komfortable 3:0-Führung in der Best-of-Seven-Serie vorweisen können.

Zum Match-Center: Cleveland Cavaliers vs. New York Knicks

Der überragende Regisseur dieses New Yorker Expresses war einmal mehr Jalen Brunson, der mit 30 Punkten als Topscorer glänzte und sich nach dem Abpfiff emotional zeigte: "Mir fehlen die Worte. Am wichtigsten ist, dass wir gekämpft haben."

Unterstützung erhielt er von einer bestens aufgelegten Offensiv-Abteilung: O.G. Anunoby steuerte 21 Zähler bei, während Mikal Bridges mit einer sensationellen Wurfquote von 11 aus 15 Feldwürfen für 22 Punkte sorgte. Auch die Allrounder Karl-Anthony Towns (13 Punkte, 8 Rebounds, 7 Assists, 3 Steals) und Josh Hart (12 Punkte, 9 Rebounds, 5 Assists, 4 Steals) machten den Gastgebern das Leben schwer und zeigten, warum New York derzeit die Liga dominiert.

Für Cleveland und insbesondere aus deutscher Sicht verkam der Abend zu einer bitteren Angelegenheit. Nationalspieler Dennis Schröder erlebte ein frustrierendes Heimspiel und stand in seinen spärlichen neun Minuten Einsatzzeit von der Bank aus auf verlorenem Posten – am Ende reichte es für den 32-jährigen Spielmacher nur zu drei Punkten und zwei Assists.

Knicks vor erster Finalteilnahme seit 1999

Obwohl sich Evan Mobley mit 24 Punkten, Donovan Mitchell mit 23 Zählern und James Harden mit 19 Punkten nach Kräften wehrten, lagen die Cavaliers im gesamten Spielverlauf nicht ein einziges Mal in Führung. Bereits im ersten Viertel überrollten die Knicks die Hausherren mit einer 10-aus-13-Wurfquote zum Start und gaben die Kontrolle bis zum Schluss nicht mehr ab.

Die historische Statistik spricht nun eine eindeutige Sprache gegen Schröder und seine Cavaliers, denn noch nie ist es einem Team in der NBA-Geschichte gelungen, einen 0:3-Rückstand in den Playoffs noch zu drehen. Während der deutsche Center Ariel Hukporti auf der Bank der Knicks ohne Einsatz blieb, trennt sein Team nur noch ein einziger Sieg vom großen Traum – die Chance, den "Sweep" perfekt zu machen und das erste Mal seit der Finalniederlage gegen San Antonio im Jahr 1999 wieder um die Krone zu spielen.

Die Chance dazu bietet sich bereits in der Nacht zu Dienstag im vierten Spiel, doch trotz der Euphorie mahnt Brunson zur Konzentration: "Immer nur auf den nächsten Angriff konzentrieren. Wir wollen auch aus Siegen lernen."