Sechsmal stand Clemens zwischen 2018 und 2023 in Endspielen der Players Championship – nie ohne dabei einen Titel einzufahren. Seit dem 18. Februar 2023 herrschte jedoch Ruhe. Nur ein einziges Halbfinale konnte er seitdem auf dem Floor bejubeln. Jetzt hat seine Leidenszeit ein Ende.
Zum Match-Center: Gabriel Clemens vs. Luke Woodhouse
"Ich habe so viele Finals verloren", stellte Clemens im Siegerinterview fest: "Die sind immer in meinem Kopf." Dass es jetzt endlich geklappt hat, auch mal ein Endspiel zu gewinnen, macht in "sehr glücklich."
Früh wird Clemens gemerkt haben, was heute möglich ist. Nach einem 6:3 zum Auftakt gegen Thomas Lovely, besiegte er zahlreiche Topspieler hintereinander. Angefangen mit Michael van Gerwen (6:4) besiegte er der Reihe nach auch Kevin Doets (6:5), Scott Williams (6:5) – der einen Neundarter warf –, Mickey Mansell (6:1) und Brendan Dolan (7:3). Im Average fiel er nie unter 91, gegen Dolan erreichte er sogar 100,77.
Im Finale wartete dann Luke Woodhouse. "Woody" spielt ein gutes Jahr, gewann in Kiel seinen ersten Bühnentitel und ebenfalls ein Players-Championship-Event. Clemens erwischte den besseren Start in die Partie und führte schnell mit 6:2. Woodhouse gewann jedoch sechs Legs am Stück, glich aus und brachte die Spannung zurück ins Match. Gegen den Anwurf gelingt Clemens dann aber der "Big Fish" – ein 170er-Checkout – zum Match.
Fünfter deutscher Titelträger
Durch seinen Sieg ist Clemens der fünfte deutsche Spieler mit einem PDC-Titel. Martin Schindler ist mit vier Titel Rekordhalter, Max Hopp hat mit seinen zwei Titeln als einziger weiterer Deutscher mehrere Titel. Je einen Titel haben neben dem "German Giant" auch Ricardo Pietreczko und Niko Springer.
