Jahrelang stand der Keeper von Borussia Dortmund bei der Schweiz im Schatten des mittlerweile zurückgetretenen Yann Sommer. Im Alter von 28 Jahren spielt der 1,96 m große Hüne nun sein erstes großes Turnier als Nummer eins.
Zum Match-Center: Schweiz vs. Bosnien und Herzegowina
Das sei "mental eine Herausforderung, weil es anders ist, wenn man weiß, in jedem Spiel eingesetzt zu werden", sagte Kobel. Doch nach dem Fehlstart kommt es für die ambitionierten Eidgenossen umso mehr auf ihren sicheren Rückhalt mit der "deutschen Mentalität" an.
Warnung vor Dzeko
Schon im kniffligen zweiten Gruppenspiel am Donnerstag (21.00 Uhr/MagentaTV) gegen Bosnien und Herzegowina wird Kobel wieder gefordert sein, er könnte es dabei auch mit Schalke-Stürmer Edin Dzeko zu tun bekommen. Der 40-Jährige, der im Auftaktspiel der Bosnier gegen Kanada (1:1) nicht zum Einsatz kam, ist immer noch für jeden Gegner brandgefährlich.
"Er weiß, wie er Tore schießt. Der hat den absoluten Instinkt, klar", sagte MagentaTV-Experte Mats Hummels, beim BVB drei Jahre lang Teamkollege von Kobel.
FIFA WM 2026
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni und 19. Juli ausgetragen. Bei Flashscore findest du alle Infos zur Endrunde in in den USA, Kanada und Mexiko.
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Die Schweizer sind also gewarnt, zumal mit Ermedin Demirovic vom VfB Stuttgart ein weiterer Bundesligastürmer gegen Kobel treffen will. Die Ausgangslage ist brisant, der Partie im gigantischen SoFi Stadium in Los Angeles kommt richtungsweisende Bedeutung zu. Alle vier Teams in Gruppe B stehen nach dem ersten Spieltag bei einem Zähler.
"Ich möchte unbedingt positiv sein. Wir haben zwei Spiele und alles in den eigenen Händen", betonte Kobel, der seit 2014 immer bei Bundesliga-Klubs unter Vertrag stand, im SRF-Interview. Die Schweizer wollen bei einer WM zum vierten Mal in Folge die K.o.-Runde erreichen.
Xhaka verunsichert eigene Mannschaft
Dafür braucht es gegen die unangenehmen Bosnier von Nationaltrainer Sergej Barbarez aber eine klare Leistungssteigerung. Das machte auch Anführer Granit Xhaka klar, der laut eines Berichts der Boulevardzeitung Blick durch seine Generalkritik Verunsicherung und Unbehagen in der Mannschaft ausgelöst haben soll.

Die Schweizer müssten "mit beiden Beinen auf den Boden kommen" und "die Realität verstehen", forderte der Ex-Leverkusener, der fehlende Disziplin anmahnte und betonte: "Wir müssen nicht über den Titel reden oder über die beste WM der Geschichte. Wir sind aktuell nicht so weit!"
Das soll sich im Turnierverlauf aber noch ändern. Und Kobel fällt dabei eine Schlüsselrolle zu.
