"FIFA-Managermodus im Real Life" - Fans von Aalborg sauer auf ViscaBarca

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"FIFA-Managermodus im Real Life" - Fans von Aalborg sauer auf ViscaBarca

Aktualisiert
Spieler von Aalborg BK feiern zusammen mit ihren Fans.
Spieler von Aalborg BK feiern zusammen mit ihren Fans.Profimedia
Ein deutsches Influencer-Trio soll künftig Anteile am dänischen Zweitligisten Aalborg BK halten. Involviert sind Anton Rinas (online bekannt als "ViscaBarca") Maximilian Stemmler ("Trymacs"), und Sascha Hellinger ("UnsympathischTV"). In einem am Montag auf YouTube veröffentlichten Video verglich ViscaBarca sein Investment damit, “FIFA-Managermodus im Real Life” zu spielen. Eine Aussage, die auf Social Media einen Shitstorm ausgelöst hat - und auch bei Teilen den Aalborg-Fans große Skepsis hervorruft.

So stellte die Fangruppe “Vesttribunen” in einem auf Instagram veröffentlichten Statement fest, dass es “völlig inakzeptabel” sei, “dass Miteigentümer des Vereins ihre Besitzanteile als zur Wirklichkeit gewordenes FIFA-Spiel betrachten.”

Anfang 2023 hatte der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger zusammen mit der von ihm gegründeten Firma SSE22 20 Prozent der Anteile an Aalborg BK erworben. Dass nun auch die Online-Streamer und Fußball-Influencer “ViscaBarca”, “Trymacs” und “UnympathischTV” als Miteigentümer ins Boot geholt wurden, sehen die Fans des 1885 gegründeten Traditionsverein kritisch. 

Denn in einem YouTube-Video gab ViscaBarca Einblick in seine Träume mit Aalborg. Er wolle den vierfachen Meister möglichst rasch wieder in die erste Liga und anschließend in die europäischen Wettbewerbe führen. Dabei verglich er sein Investment mit dem Managermodus der beliebten Videospielserie “FIFA” (EAFC).

Erste Konsequenz: Keine Videos ohne Absprache 

Laut Informationen des dänischen Flashscore-Reporters Søren Jakobsen sind sich viele Anhänger bewusst, dass sich der Verein in einer strukturschwachen Region befindet und man daher auf alternative Finanzierungsmodelle nicht vollständig verzichten kann.

So betonte auch “Vesttribunen”, dass “die Zusammenarbeit mit den Eigentümern" bislang "gut funktioniert" habe und “auf gegenseitigem Respekt basiert." Allerdings sei Grundlage für eine fruchtbare Zusammenarbeit ein tiefgreifendes Verständnis dafür, dass der Fußball auch "den Fans" gehöre.

In einem weiteren Statement am Mittwoch gab der Fanclub Einblick in die klärenden Gespräche mit der Vereinsführung. Darin sei vereinbart worden, dass "die drei deutschen Influencer (...) nicht Teil des Vereinsbetriebs sind und nicht die Vereinsstrategie prägen." Laut 11Freunde-Reporter Louis Richter dürfe das Trio künftig keine Videos zum Thema ohne Rücksprache mit der Fanszene veröffentlichen.

Zurzeit lieg Aalborg in der zweiten dänischen Liga auf dem zweiten Tabellenplatz, mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Sonderjyske