Nach Klassenerhalt: Greuther Fürth bekommt neue sportliche Leitung

Aktualisiert
Daniel Meyer wechselt von Halle nach Fürth
Daniel Meyer wechselt von Halle nach FürthČTK / imago sportfotodienst / Uwe Koehn

Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat einen Tag nach dem Klassenerhalt einen neuen Sport-Geschäftsführer präsentiert. Daniel Meyer übernimmt beim Kleeblatt, das am Dienstabend erst in der Relegation den Absturz verhindert hat, den vakanten Posten. Zuletzt war der 46-Jährige knapp über zwei Jahre als Sportdirektor beim Regionalligisten Hallescher FC tätig.

"Wir haben schon seit längerer Zeit und nach eingehender Analyse und vielen Gesprächen diesen Prozess vorangetrieben. Daniel Meyer hat uns in diesem Prozess von sich und seinen Ideen überzeugt", sagte Peter Köhr, Aufsichtsratschef bei der SpVgg Greuther Fürth

Man sei überzeugt, ergänzte Präsident Volker Heißmann, "dass er ein wesentlicher Faktor sein wird, dass wir uns im sportlichen Bereich stabilisieren werden".

Zum Klassenerhalt gezittert

Auf Meyer, der vom Regionalligisten Hallescher FC kommt, wartet in Fürth eine Mammutaufgabe.

Vor allem die Abschiede von Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu – der zu Eintracht Frankfurt zurückkehrt – und von Klub-Ikone Branimir Hrgota, der nach sieben Jahren eine neue Herausforderung sucht, wiegen extrem schwer.

Mit ihren überlebenswichtigen Toren gegen Essen hatten die beiden Offensivspieler noch einmal ihre große Bedeutung unterstrichen.

Branimir Hrgota schoss das Tor zum Klassenerhalt
Branimir Hrgota schoss das Tor zum KlassenerhaltHMB Media / Sipa USA / Profimedia

Durch ein 2:0 gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen sicherte sich der "ewige" Zweitligist mit einiger Mühe den Klassenerhalt.

Danach hatten die Fans des Altmeisters aus Franken inmitten des Jubels auch ihren Frust über eine weitgehend verkorkste Saison kund getan. "Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus! Neuanfang jetzt!", stand auf einem riesigen Banner vor der Kurve.

Zudem forderten die Fürther Anhänger immer wieder auch lautstark das Aus von Geschäftsführer Holger Schwiewagner, der zuletzt allein die Verantwortung getragen hatte.

"Ich kann den Frust der Fans nachvollziehen", sagte Trainer Heiko Vogel. Er glaube, "dass der Verein das schon im Vorfeld wahrgenommen hat. Wir wissen, dass wir Hausaufgaben haben. Es bedarf viel Arbeit und Analyse."