Obwohl der 1. FC Heidenheim den Klassenerhalt verpasste, nutzte Ibrahimović die Spielzeit, um Eigenwerbung zu betreiben. Mit zwei Toren und vier Vorlagen stellte er seine Qualitäten auf höchstem Niveau unter Beweis. Vor allem seine technische Versiertheit, die Ruhe am Ball sowie seine enorme taktische Flexibilität haben das Interesse der englischen Kaderplaner geweckt. Der gebürtige Nürnberger gilt als flexibel einsetzbar – sowohl im Zentrum als auch auf den Flügeln.
Bei Aston Villa sucht Trainer Unai Emery für den frischgebackenen Europa-League-Sieger nach kreativer Verstärkung und mehr Tiefe für den Kader, um für die kommenden englischen Wochen gerüstet zu sein. Brighton um den deutschen Trainer Fabian Hürzeler schätzt vor allem Ibrahimovićs Spielintelligenz und sein langfristiges Entwicklungspotenzial.
Crystal Palace, das auch nach dem bevorstehenden Abgang von Oliver Glasner seiner Philosophie treu bleiben will, ist bekannt dafür, junge europäische Talente mit hohem Wiederverkaufswert zu verpflichten. Auch Brentford und Fulham prüfen dem Vernehmen nach die Machbarkeit eines Transfers, sollte der FC Bayern einer erneuten Leihe oder einem festen Verkauf zustimmen.
Wie plant der FC Bayern?
Trotz des massiven Interesses aus England betont die Vereinsführung des deutschen Rekordmeisters, weiterhin fest mit Ibrahimović für die Zukunft zu planen. An der Säbener Straße zeigt man sich mit der physischen und taktischen Entwicklung des Youngsters in Heidenheim sehr zufrieden. Intern wird ihm zugetraut, sich langfristig im Münchner Profikader durchzusetzen.
Aufgrund des enormen Konkurrenzkampfs im Bayern-Kader ist ein weiteres Leihgeschäft im Sommer jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen. Eine endgültige Entscheidung über die kurzfristige Zukunft des Offensivspielers ist laut internen Quellen noch nicht gefallen. Die Münchner Verantwortlichen wollen Ibrahimović zunächst in der anstehenden Saisonvorbereitung genau unter die Lupe nehmen, bevor der nächste Entwicklungsschritt festgelegt wird.
Sollten die Bayern grünes Licht für eine Veränderung geben, gilt die Premier League aufgrund ihrer Finanzkraft und sportlichen Attraktivität als wahrscheinlichstes Ziel für den 20-Jährigen, auch wenn Klubs aus anderen europäischen Ligen ebenfalls angeklopft haben sollen.
