"Mikel hat einen enormen Einfluss auf die Mannschaft", sagt er, "es gibt sicherlich keinen Fußballer auf der Welt, der eine solche Wirkung hat." Mittelstürmer Oyarzabal sei "unverzichtbar" - und er könne "im spanischen Fußball Geschichte schreiben. Seine Zahlen sind beeindruckend."
Zum Match-Center: Spanien vs. Belgien
Am Freitag trifft Spanien im WM-Viertelfinale in Los Angeles auf Belgien (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV), es wird auch wieder auf Oyarzabal ankommen. Und seine Zahlen sprechen in der Tat für sich. In seinen zurückliegenden 16 Länderspielen erzielte er 15 Tore und bereitete sieben weitere vor. Seit März 2025 blieb der 29-Jährige im Nationaltrikot lediglich zweimal ohne Torbeteiligung, bei seinem Debüt-WM erzielte er nun vier der neun spanischen Turniertore.

Der bescheidene Mann aus dem Baskenland
Und wie man Titel gewinnt, weiß Oyarzabal auch: 2024 krönte er Spanien mit seinem entscheidenden Tor im Finale gegen England (2:1) in der 86. Minute zum Europameister. Warum also ist Oyarzabal kein Star?
Es liegt wohl vor allem an seinem Charakter. Oyarzabal ist das exakte Gegenteil von egozentrischen Superstars, er meidet das Scheinwerferlicht und stellt den Teamerfolg über alles. "Ich spiele einen Mannschaftssport, bei dem elf auf dem Platz stehen", sagte er unlängst in einem seiner seltenen Interviews der Marca.
Diese Bodenständigkeit spiegelt sich auch in seiner Vereinsbiografie wider. Während andere Topspieler den Verlockungen der absoluten Eliteklubs erliegen, spielt der Baske, dem spanische Medien scherzhaft "fehlenden Charme" attestieren, seit elf Jahren bei seinem Ausbildungsklub Real Sociedad. Dieser ist im spanischen Fußball zwar eine feste Größe, aber eben keine Weltmarke wie Real Madrid oder der FC Barcelona.
Treue zu San Sebastián
Für Oyarzabal spielt das keine Rolle: "Ich bin dort, wo ich sein möchte – bei dem Klub, den ich als mein Zuhause betrachte." Für den Verein aus San Sebastián absolvierte der Torjäger, der trotz einer Körpergröße von 1,79 m die Schuhgröße 46 trägt, 437 Pflichtspiele und traf dabei 133 Mal. Auch in der ewigen Torschützenliste der Nationalmannschaft liegt er mit 29 Toren längst auf Rang sechs.
Und hin und wieder wird dem stillen Stürmer dann doch die Ehre zuteil, die seinen Leistungen entspricht. Die spanische Sportzeitung Marca nahm ihn vor der WM in eine Liste mit dem Titel "Die glorreichen Sieben der Weltmeisterschaft" auf. Neben Oyarzabal: Kylian Mbappé, Michael Olise, Erling Haaland, Vinícius Jr., Harry Kane und Lionel Messi.
