Vor dem Endspiel gegen Titelverteidiger Argentinien könnte der Kapitän erneut eine Schlüsselrolle übernehmen. Mit einem Sieg würde Spanien zum zweiten Mal nach 2010 Fußball-Weltmeister werden.
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Rodri prägt Spaniens Spiel
Schon nach dem Beginn der K.o.-Phase hatte Rodri großes Vertrauen in seine Mannschaft gezeigt. Spanien werde "Schritt für Schritt" besser und "in den entscheidenden Spielen erst richtig loslegen", kündigte der Mittelfeldspieler an.
Seither hat La Roja genau diesen Eindruck bestätigt. Während die Offensivspieler für die Schlagzeilen sorgen, hält Rodri mit seiner Ruhe, Übersicht und Spielintelligenz das spanische Spiel zusammen. Besonders im Halbfinale gegen Frankreich zeigte der 30-Jährige, wie wertvoll seine Qualitäten sind. Immer wieder unterband er gegnerische Angriffe und leitete unmittelbar neue Offensivaktionen ein.

De la Fuentes verlängerter Arm
Für Nationaltrainer Luis de la Fuente ist Rodri weit mehr als ein zentraler Mittelfeldspieler. "Rodri ist unser Rückgrat", sagte der spanische Coach. Beide verbindet eine langjährige Zusammenarbeit. Bereits 2015 gewann das Duo gemeinsam die U19-Europameisterschaft. Elf Jahre später könnten sie nun zusammen den größten Titel im Weltfußball holen.
Rodri vereint die Qualitäten eines modernen Sechsers. Er gewinnt Bälle, organisiert das Spiel und gibt das Tempo vor. Seine Bedeutung zeigt sich häufig nicht in spektakulären Aktionen, sondern in seiner Kontrolle über das Spielgeschehen.
Vom Verletzungspech zurück zur Weltklasse
Hinter Rodri liegt eine schwierige Saison. Nach seinem Kreuzbandriss im September 2024 kämpfte der Profi von Manchester City lange mit den Folgen der Verletzung. Auch deshalb verpasste sein Klub den Meistertitel in England.

Bei der Weltmeisterschaft präsentiert sich Rodri jedoch wieder in Bestform. Er überzeugt mit Zweikampfstärke, Übersicht und außergewöhnlicher Ballsicherheit – jenem Niveau also, das ihm bereits 2024 den Ballon d'Or eingebracht hatte. Auch Österreichs Teamchef Ralf Rangnick zeigte sich während des Turniers beeindruckt. "So eine Leistung von einem Spieler auf dieser Position habe ich live noch nie erlebt", sagte der Deutsche.
Mentalität als Erfolgsrezept
Nicht nur sportlich nimmt Rodri innerhalb der spanischen Mannschaft eine zentrale Rolle ein. Vor dem Turnier appellierte er an seine Mitspieler, trotz aller Qualität demütig zu bleiben. Als Vorbild nannte er Tennis-Legende Rafael Nadal. In einer Dokumentation habe dieser davon gesprochen, "immer noch eine Anstrengung mehr" zu liefern. "Genau das zeichnet die größten Champions aus. Wir müssen gegen den Ball mit der Mentalität eines Außenseiters spielen – ohne zu glauben, wir seien ohnehin die Besten."
Mit dieser Einstellung hat Rodri Spanien bis ins WM-Finale geführt. Nun soll gegen Argentinien der letzte Schritt zum Titel folgen.
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