"Indem Russland trotz seiner staatlich geförderten Dopingpraktiken und seines anhaltenden Krieges gegen die Ukraine wieder in den olympischen Kreis aufgenommen wird, hat das IOC beschlossen, seine eigenen Standards hinsichtlich Rechenschaftspflicht gegenüber den Anspruchsgruppen umzuschreiben, abzuschwächen und herabzusetzen", so die Organisationen.
Keine Verbesserung in Russland?
Russische Mannschaften könnten damit ebenso wieder bei internationalen Wettbewerben an den Start gehen wie russische Sportler bei den Qualifikationen für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles. Russlands Skandalakte im Sport ist lang, angefangen beim staatlich geförderten Dopingprogramm bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014. Bei den Heim-Spielen vor zwölf Jahren waren russische Sportler auch letztmals unter eigener Flagge bei einem Weltereignis am Start, seitdem waren sie wegen Dopingverfehlungen bzw. des 2022 gestarteten Angriffskrieges auf die Ukraine nicht mehr mit nationalen Kennzeichen zugelassen.
"Es gibt keine Belege dafür, dass sich Russland geändert hat", führten Global Athlete und FairSport an: "Wir fordern die IOC-Mitglieder auf zu erklären, wie diese Entscheidung mit dem Bekenntnis der Olympischen Charta zu Ethik, Integrität und Frieden vereinbar ist." Die IOC-Mitglieder hatten bei der Vollversammlung Ende Juni einer Anpassung der IOC-Charta zugestimmt, welche die politische Neutralität der Organisation stärkt.
