"Ich sehe Joshua Kimmich nicht als Rechtsverteidiger. Er ist auf internationalem Niveau zu langsam auf dieser Position im Eins-gegen-eins gegen schnelle Spieler", erläuterte Matthäus in seiner Sky-Kolumne noch einmal seine Meinung zu diesem Thema, bekräftigte sie aber auch mit Kimmichs Stärke als Chef.
Im Mittelfeld fehle "die ordnende Hand", sagte der Weltmeister-Kapitän von 1990, dort bräuchten die vielen jungen Spieler und diejenigen, die ihrer Form hinterherlaufen, "Hilfe und Unterstützung. Florian Wirtz ist jung, Jamal Musiala ist jung, Pavlovic ist jung. Was können sie Fußball spielen und zaubern! Aber sie brauchen Führung!"
Matthäus erwartet Konzentration
Wenn sie diese erhielten, könne es auch im Sechzehntelfinale etwas werden, wo voraussichtlich Paraguay wartet. "Die Südamerikaner haben eine ähnlich aggressive und körperbetonte Spielweise, aber nicht die Qualität wie Ecuadors Spieler", meinte Matthäus in Bezug auf das 1:2 im Gruppenfinale: "Ich glaube, dass wir die nächste Runde auf jeden Fall überstehen werden."
Dafür brauche es neben den genannten Punkten "aber vollen Einsatz". Zugleich sollte die DFB-Elf "bloß nicht den Fehler machen, jetzt schon an ein mögliches Achtelfinale zu denken", in dem womöglich Frankreich oder Norwegen warten würden.

