Dabei hatte das Jahr stark begonnen: Im Februar triumphierte der Australier in Rotterdam, nachdem er zuvor das Viertelfinale der Australian Open erreicht hatte. Zuletzt blieb er jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. In Indian Wells kam das Aus in Runde zwei gegen Cam Norrie, ehe er in Miami direkt an Stefanos Tsitsipas scheiterte – der in dieser Saison selbst strauchelt. In Monte-Carlo schien sich De Minaur kurzzeitig zu stabilisieren, wurde im Viertelfinale dann aber ausgerechnet von Valentin Vacherot gestoppt, der vor heimischem Publikum über sich hinauswuchs.
Seit diesem Dämpfer ist De Minaur völlig aus dem Tritt geraten. Bei seinen Auftritten in Barcelona, Madrid und Rom war jeweils früh Endstation. Sein letzter Sieg liegt mittlerweile Wochen zurück – er datiert aus der ersten Runde von Katalonien gegen den Österreicher Sebastian Ofner. Danach folgten Pleiten gegen Hamad Medjedovic, Rafael Jódar und Matteo Arnaldi.
Qualifikant Samuel als erste Hürde
Ähnlich wie Alexander Zverev derzeit nicht an das Niveau von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz herankommt, schafft es auch De Minaur nicht, seine persönliche Schallmauer zu durchbrechen: das Grand-Slam-Viertelfinale. Siebenmal stand er bereits in der Runde der letzten Acht – sechsmal davon seit 2024 –, doch ein Halbfinaleinzug blieb ihm bislang verwehrt.
Nun startet die aktuelle Nummer neun der Weltrangliste in Roland-Garros gegen den Qualifikanten Toby Samuel. Schon in der zweiten Runde könnte es zum Wiedersehen mit dem Belgier Alexander Blockx kommen, den er im Fürstentum nur nach hartem Kampf (7:5, 7:6 (4)) niederringen konnte. Ein echter Härtetest, ehe in Runde drei Jakub Mensik lauern dürfte.
Zum Match-Center: Alex de Minaur vs. Toby Samuel
Die Sandplatzkampagne des gebürtigen Sydneyers verläuft bislang enttäuschend, und die French Open sind seine letzte Chance auf diesem Belag. Selten wirkte De Minaur so verwundbar wie heute. Dabei ist das Tableau so offen wie lange nicht: Carlos Alcaraz und Lorenzo Musetti fehlen verletzungsbedingt, und mit der Nummer 7, Taylor Fritz, hat sich bereits am Sonntag der erste Top-Spieler vorzeitig verabschiedet.
