Zeynep Sönmez hatte versucht, einen hohen Ball noch zu erreichen. Beim Zurücklaufen stolperte sie über den Aufsteller mit Sponsoren-Aufschrift und prallte von dort gegen die Bande des Courts. Auch ihr Knie war dabei beteiligt.
Wenig später mussten sie und Tatjana Maria die Partie gegen die Ukrainerinnen Dayana Yastremska und Anhelina Kalinina beim Stand von 0:2 im ersten Satz aufgeben.
Später äußerte sich auch die viermalige Siegerin Iga Swiatek zu der Thematik: "Wenn solche Dinge passieren, muss man natürlich reagieren, denn es gibt sicher auch andere Möglichkeiten", sagte die Polin. "Das sollte nicht so sein – ich hoffe, sie bringen sie an einer anderen Stelle an oder platzieren die Werbung dort einfach anders, denn es ist definitiv nicht sicher."
Kein Einzelfall
Der Sturz der 24-Jährigen war nicht der erste Vorfall dieser Art beim Turnier an der Seine. Die Britin Katie Boulter war am Donnerstag im Rückwärtslaufen ebenfalls über einen kleinen Werbe-Aufsteller gestolpert.
Sie kam mit dem Schrecken davon, forderte im Anschluss aber Konsequenzen. "Die Dinger müssen weg", schrieb sie in den Sozialen Netzwerken: "Gestern Abend hatte ich Glück, aber das nächste Mal vielleicht nicht mehr..."
Rechlichte Konsequenzen?
Der Belgier Alexander Blockx hatte zuvor sein Zweitrunden-Match gegen Alex de Minaur kurzfristig absagen müssen, weil er beim Training über Abdeckungen am hinteren Rand eines Courts gestolpert und dabei umgeknickt war. Sein Trainer Ruben Bemelmans erklärte im Anschluss, auch über rechtliche Schritte gegen die Turnierveranstalter nachzudenken.
