Basketball Superliga: Kapfenberg krönt irres Serien-Comeback mit Meistertitel

Basketball Superliga: Kapfenberg krönt irres Serien-Comeback mit Meistertitel
Basketball Superliga: Kapfenberg krönt irres Serien-Comeback mit MeistertitelProfimedia

Die Kapfenberg Bulls haben eine bemerkenswerte Finalserie mit dem Meistertitel gekrönt. Nach einem 0:2-Rückstand gewannen die Steirer drei Spiele in Folge und sicherten sich mit einem 94:80-Erfolg gegen Oberwart ihr achtes Championat.

Die Kapfenberg Bulls sind zurück auf dem Thron des österreichischen Basketballs. Die Steirer besiegten die Oberwart Gunners im entscheidenden fünften Spiel der Finalserie vor heimischem Publikum mit 94:80 und sicherten sich damit den Meistertitel in der win2day Basketball Superliga.

Dabei krönten die Bulls eine beeindruckende Aufholjagd. Nach den ersten beiden Niederlagen der „best-of-five“-Serie schien Oberwart bereits auf dem Weg zum dritten Titel in Folge. Kapfenberg stemmte sich jedoch gegen das drohende Aus, gewann drei Partien hintereinander und wiederholte damit ein Kunststück, das zuletzt 2003 im Finale gegen Gmunden gelungen war.

Zum Matchcenter: Kapfenberg Bulls - Oberwart Gunners

Als Sieger des Grunddurchgangs und der Platzierungsrunde setzten die Obersteirer damit auch das letzte Ausrufezeichen einer starken Saison.

Defensive ebnet den Weg zum Titel

Lange Zeit entwickelte sich in der Sporthalle Walfersam ein Duell auf Augenhöhe. Keines der beiden Teams konnte sich in der ersten Halbzeit entscheidend absetzen, der Vorsprung pendelte meist im Bereich weniger Punkte.

 

Matchstatistik: Kapfenberg Bulls - Oberwart Gunners
Matchstatistik: Kapfenberg Bulls - Oberwart GunnersFlashscore

 

Erst nach dem Seitenwechsel kippte die Begegnung zugunsten der Gastgeber. Kapfenberg erhöhte die Intensität in der Defensive deutlich und zwang die Gunners immer wieder zu schwierigen Würfen und Ballverlusten. Über die Verteidigung fanden die Bulls ihren Rhythmus und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus.

Wie bereits im vierten Spiel der Serie machten sich bei den Burgenländern im Schlussviertel die Strapazen der langen Play-off-Wochen bemerkbar. Kapfenberg nutzte die nachlassenden Kräfte konsequent aus und zog entscheidend davon.

Fields on fire

Überragender Mann auf dem Parkett war Finals-MVP Taye Fields. Der US-Amerikaner musste bereits früh drei Fouls hinnehmen, ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Mit 26 Punkten und sechs Rebounds führte er sein Team zum Titelgewinn.

„Es fühlt sich großartig an Meister zu sein. Wir haben immer an uns geglaubt und jeder in Kapfenberg auch“, erklärte Fields nach dem Spiel. Besonders die Reaktion nach dem 0:2-Rückstand sei entscheidend gewesen: „Wir haben viel miteinander gesprochen, haben aber nie aufgegeben und haben viel Vertrauen des Vereines genossen. Jetzt haben wir es zusammen geschafft.“

Auch Daniel Grgic verwies auf die mentale Stärke der Mannschaft. „Wir haben trotz des 0:2-Rückstandes immer an uns geglaubt. Die ersten beiden Spiele waren sehr knapp und hätten auch anders ausgehen können. Danach haben wir Kleinigkeiten verändert und die haben geholfen.“

Auf Seiten der Gunners war Ian Martinez mit 20 Punkten einmal mehr der auffälligste Akteur. Die Enttäuschung über die verpasste Titelverteidigung war groß, dennoch überwog bei Trainer Horst Leitner der Stolz auf die eigene Mannschaft. „Gratulation an Kapfenberg, aber ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben zwei lange Playoff-Serien gehabt und wir haben es sehr gut gemacht. Am Ende haben es Kleinigkeiten entschieden. Heute haben die Bulls verdient gewonnen.“

Für Kapfenberg ist es der achte Meistertitel der Vereinsgeschichte – und einer, der aufgrund der spektakulären Aufholjagd in besonderer Erinnerung bleiben dürfte.