Österreichs Herren-Nationalteam hat beim zweiten Turnierwochenende der CEV European League in Tallinn eine starke Leistung gezeigt, sich gegen Gastgeber Estland aber nicht belohnen können. Die Mannschaft von Teamchef Adam Swaczyna musste sich nach 125 Minuten mit 1:3 (22:25, 25:23, 24:26, 22:25) geschlagen geben.
Nach dem souveränen 3:0-Erfolg gegen Kosovo am Vortag präsentierte sich die ÖVV-Auswahl erneut in guter Verfassung und lieferte der favorisierten Nummer 29 der FIVB-Weltrangliste einen offenen Schlagabtausch. Österreich, aktuell auf Rang 55 geführt, hielt in allen vier Sätzen dagegen und war mehrfach nahe an einer Überraschung.
Satzball vergeben, trotzdem viel Positives
Nach dem Verlust des ersten Durchgangs kämpfte sich Österreich eindrucksvoll zurück und glich mit dem Gewinn des zweiten Satzes aus. Besonders bitter verlief der dritte Abschnitt. Die ÖVV-Auswahl erspielte sich einen Satzball, musste sich letztlich aber doch knapp mit 24:26 geschlagen geben.
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Auch im vierten Satz blieb die Partie lange offen, ehe sich die Esten in der Schlussphase entscheidend absetzen konnten.
Herausragender Spieler der Begegnung war Paul Buchegger. Der Diagonalangreifer kam auf 28 Punkte, darunter sechs direkte Service-Asse. Paul Nusterer (14) und Lukas Glatz (13) sorgten ebenfalls für wichtige Akzente.
Lob für die Entwicklung der Mannschaft
Co-Trainer Nejc Pusnik zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftritt seines Teams. „Wir haben heute – trotz der Niederlage – eine wirklich gute Leistung gezeigt. Wir haben gut gekämpft und nicht nur phasenweise, wie gegen die Finnen, sondern über das ganze Spiel konzentriert gespielt. Am Ende hat auch etwas Glück gefehlt.“
Auch Buchegger blickte positiv auf die Partie zurück: „Das war unser bisher bestes Spiel in diesem Sommer. Im internationalen Top-Volleyball entscheiden Kleinigkeiten und genauso war das heute auch. Für die nächsten Spiele bin ich sehr positiv gestimmt.“
Trotz der Niederlage nimmt Österreich wertvolle Erkenntnisse mit und darf weiterhin auf wichtige Punkte im Kampf um die erstmals über die European League vergebenen EM-Tickets hoffen.
