Den entscheidenden Treffer im stimmungsvollen Bell Centre von Montreal erzielte Stürmer Andrei Svechnikov in der 15. Minute der Nachspielzeit. Dabei spiegelte das knappe Endergebnis den Spielverlauf nur bedingt wider, da die Hurricanes die Partie über weite Strecken regelrecht dominierten. Carolina feuerte insgesamt 38 Schüsse auf das gegnerische Gehäuse ab, während die Canadiens offensiv kaum stattfanden und lediglich auf magere 13 Torschüsse kamen.
Zum Match-Center: Montreal Canadiens vs. Carolina Hurricanes
Montreals Torhüter Jakub Dobes hielt sein Team mit einer herausragenden Leistung von 35 Paraden überhaupt erst im Spiel. Auf der Gegenseite verlebte Frederik Andersen einen extrem ruhigen Abend und musste nur zehn Schüsse abwehren, womit er im zehnten seiner elf Playoff-Starts zwei oder weniger Gegentore kassierte.
Videobeweis kassiert Canadiens-Führung
Schon das erste Drittel bot hochklassiges Eishockey mit fliegenden Wechseln. Nachdem Montreal ein frühes Powerplay ungenutzt ließ, schlug Carolina eiskalt zu: Shayne Gostisbehere traf nach Vorarbeit von Mark Jankowski und Eric Robinson zum 1:0 (8:24). Die Hausherren zeigten sich jedoch unbeeindruckt und glichen in der 16. Minute durch ein sehenswertes Tor von Mike Matheson im hohen Slot aus. Die Freude währte allerdings nur 54 Sekunden, ehe Taylor Hall den Puck im Nachschuss zur erneuten 2:1-Führung für die Hurricanes über die Linie drückte, womit Carolina die deutliche Schussbilanz von 15:5 im ersten Abschnitt verdientermaßen krönte.
Im zweiten Durchgang kamen die Canadiens zurück und glichen in Überzahl durch Lane Hutson zum 2:2 aus, der nach einem perfekten Zusammenspiel mit Cole Caufield einnetzte. Hutson stellte damit einen historischen Vereinsrekord auf, da er als erster Canadiens-Verteidiger zehn Powerplay-Punkte in einer einzigen Playoff-Saison verbuchen konnte.
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Im Schlussabschnitt jubelte Montreal sogar kurzzeitig über die vermeintliche Führung durch Noah Dobson, doch Carolina verlangte erfolgreich den Videobeweis – Caufield stand zuvor hauchdünn im Abseits. So ging es mit 32:12 Schüssen in die fällige Verlängerung, in der Svechnikov nach Pass von Seth Jarvis schließlich durch einen verdeckten Schuss den verdienten Siegtreffer markierte.
