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Sorgen um unermüdlichen Kompany: "Ruhe" für Bayerns Rastlosen

Kompany war am Freitag an der Säbener Straße zusammengebrochen
Kompany war am Freitag an der Säbener Straße zusammengebrochenREUTERS/Angelika Warmuth

Vincent Kompany wird dem FC Bayern länger fehlen. Sein Zusammenbruch beschäftigt den Verein, die Anteilnahme in der Liga ist groß.

Uli Hoeneß lieferte Vincent Kompany höchstpersönlich das Essen ans Krankenbett. Mit einer roten Tüte des Münchner Feinkost-Unternehmens Käfer in der Hand stattete der Ehrenpräsident des FC Bayern dem Trainer am Samstag einen Besuch im Krankenhaus ab - auch der Vereinspatron nahm nach dem Schock rund um den Zusammenbruch von Kompany Anteil. Genau wie die gesamte Bundesliga.

Ob aus Dortmund, aus Köln, Mainz oder Leipzig: Von überall schickten die Kollegen am Samstag Genesungswünsche in Richtung München - Werder Bremens Trainer Daniel Thioune bekam auch eine Antwort von Kompany. "Wir sind so oft Kontrahenten", sagte er, "aber als Trainerkollegen halten wir auch zusammen und wissen, dass die Gesundheit unser höchstes Gut ist."

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Keine Frage "von Tagen, sondern von Wochen"

Das sehen sie selbstverständlich auch in München so. Natürlich würden sich bei den Bayern alle wünschen, dass Kompany "so bald wie möglich wieder bei der Mannschaft sein kann", sagte Hoeneß der Welt am Sonntag. Der 40-Jährige bekomme dabei aber "alle Zeit, die er braucht."

Dass das keine Frage "von Tagen, sondern von Wochen" sei, hatte Sportvorstand Max Eberl bereits zuvor unmissverständlich klar gemacht. Zunächst muss ohnehin noch geklärt werden, warum Kompany am Freitag am Rande des U23-Trainings kollabiert war. Erste Erkenntnisse hätte es zwar bereits gegeben, berichtete Eberl, dennoch müsse Kompany, "noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, bis alles geprüft und gecheckt ist".

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Der Belgier soll so lange von der Arbeit ferngehalten werden, bis er sich wieder fit fühlt. Dass das nicht einfach wird, ist allen beim FC Bayern bewusst. Auch er habe seinem Chef erst einmal klar machen müssen, berichtete Vertreter Aaron Danks über ein Telefonat mit Kompany, "dass wir nicht über Fußball sprechen werden".

Folge einer nicht auskurierten Virusinfektion?

Kompany, der schon vergangene Woche unter den Folgen einer Virusinfektion gelitten hatte und dennoch kein Spiel verpasste, gilt als unermüdlicher Arbeiter. Nicht ohne Grund müssen die Münchner Profis für Verspätungen nicht mehr eine Geldstrafe zahlen, nein, sie müssen solange am Trainingsgelände bleiben wie ihr Trainer.

Kompany selbst hatte die Regel eingeführt, wohl aus gutem Grund. Es werde wohl "die größte Aufgabe", betonte Eberl mit Blick auf Kompanys Genesungsprozess vielsagend, den Trainer "zu schützen, auch ein Stück weit vor sich selbst".

Die kommenden Aufgaben, etwa im DFB-Pokal am Mittwoch gegen den 1. FC Magdeburg, dem Klassiker in der Liga gegen Borussia Dortmund (31. Oktober) oder das Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid (3. November), liegen in der Verantwortung der Assistenten um Danks.

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Er wünsche sich zwar, sagte BVB-Coach Niko Kovac mit Blick auf das Duell am kommenden Wochenende, dass er und Kompany sich "zumindest in der nächsten Woche noch mal hören können." Wichtig sei aber vor allem, seinem Kollegen "Ruhe zu geben, denn er braucht die Zeit."

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