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Sturm verliert CL-Quali-Hinspiel bei Fenerbahce

Aktualisiert
Albert Vallci (re.) hatte gegen Fener alle Hände voll zu tun
Albert Vallci (re.) hatte gegen Fener alle Hände voll zu tunSebnem Coskun / ANADOLU / Anadolu via AFP / Profimedia

Der österreichische Vizemeister unterlag Fenerbahce im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Champions League mit 0:2 und steht im Rückspiel in Graz unter Zugzwang.

Sturm Graz ist mit einer Niederlage in die dritte Qualifikationsrunde der UEFA Champions League gestartet. Die Mannschaft von Fabio Ingolitsch musste sich am Mittwochabend im ausverkauften Sükrü-Saracoglu-Stadion Fenerbahce mit 0:2 geschlagen geben und benötigt im Rückspiel kommenden Dienstag in Graz eine deutliche Leistungssteigerung.

Vor rund 40.000 lautstarken Fans übernahm der türkische Spitzenklub von Beginn an die Kontrolle. Sturm verteidigte zunächst tief und kompakt, musste in der 10. Minute aber dennoch den ersten Gegentreffer hinnehmen. Talisca nutzte den Platz an der Strafraumgrenze und traf mit einem platzierten Drehschuss unhaltbar ins lange Eck.

Zum Matchcenter: Fenerbahce - SK Sturm Graz

Die Grazer fanden offensiv kaum Entlastung und liefen dem Ball über weite Strecken hinterher. Fenerbahce, das mit zahlreichen Stars auflief, ließ Ball und Gegner laufen. Kurz vor der Pause erhöhte Greenwood nach einem kurz abgespielten Eckball mit einem Schuss aus rund 20 Metern ins kurze Eck auf 2:0 (45.).

Sturm steigert sich nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Sturm deutlich mutiger. Seedy Jatta erarbeitete sich erstmals eine gute Abschlussposition, kam aber nicht zum Schuss. Auf der Gegenseite verhinderte Torhüter Daniil Chudjakow mit mehreren starken Paraden gegen Greenwood, Aktürkoglu und Talisca einen höheren Rückstand.

Mit zunehmender Spieldauer machten sich bei Fenerbahce erste konditionelle Probleme bemerkbar. Sturm kam dadurch häufiger in Ballbesitz und setzte offensive Akzente. Die beste Chance auf den Anschlusstreffer vergab Joker Nelson Weiper, dessen Seitfallzieher knapp am Tor vorbeiging.

Am Ende blieb es beim 0:2, womit auch die Serie der Grazer von 17 Pflichtspielen ohne Niederlage seit Februar endete. Gleichzeitig wartet eine österreichische Mannschaft damit auch im neunten Pflichtspiel gegen Fenerbahce weiterhin auf den ersten Sieg.

Kleine Aufstiegschance lebt

"Es war ein Gegner mit sehr viel Qualität, das haben sie uns im Ballbesitz spüren lassen und uns viel laufen lassen", sagte Jürgen Heil nach der Partie. "Doch muss man sagen, dass wir mit zwei Schüssen auf das Tor zwei Tore bekommen. Das tut brutal weh, weil das so nicht notwendig gewesen wäre. Ich denke, wir haben ganz gut verteidigt. Natürlich haben uns auch die Momente im Ballbesitz gefehlt. Dennoch leben wir noch. Es ist ein 0:2 und Fenerbahce muss auch noch nach Liebenau."

Matchstatistik: Fenerbahce - SK Sturm Graz
Matchstatistik: Fenerbahce - SK Sturm GrazFlashscore

Das Rückspiel steigt am kommenden Dienstag in Graz. Trotz der schwierigen Ausgangslage lebt die Hoffnung auf eine Wende. Sollte Sturm das Duell mit Fenerbahce verlieren, ist der österreichische Vizemeister zumindest fix für die Ligaphase der UEFA Europa League qualifiziert.