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Arteta: "Inakzeptable" Elfmeter-Fehlentscheidungen könnten Arsenal den Titel kosten

Mikel Arteta hat zur Schiedsrichter-Schelte ausgeholt.
Mikel Arteta hat zur Schiedsrichter-Schelte ausgeholt.Scott Heppell / REUTERS

Obwohl Arsenal am Samstag einen 2:0-Sieg im Stadium of Light feierte, fand Mikel Arteta nach dem Spiel deutliche Worte. Eine strittige Elfmeterentscheidung zugunsten von Sunderland hätte sein Team laut dem Spanier im schlimmsten Fall die Meisterschaft kosten können.

Anfang der zweiten Halbzeit bot sich Sunderland die große Chance zur Führung, nachdem Ezri Konsa für ein angebliches Foul an Dan Ballard im Strafraum bestraft worden war. Arteta war außer sich: Die TV-Bilder zeigten klar, dass auch Ballard den englischen Nationalspieler umklammert hatte, bevor beide zu Boden gingen.

Letztlich blieb die Szene ohne Folgen für das Ergebnis, da David Raya den Strafstoß von Enzo Le Fée glänzend parierte. Nur zwei Minuten später erlöste Bruno Guimarães die Gunners mit seinem Premierentreffer im Arsenal-Trikot, ehe Bukayo Saka in der Nachspielzeit per Elfmeter den Deckel draufmachte.

Trotz der drei Punkte ließ Arteta seinem Ärger über das Schiedsrichtergespann freien Lauf: "Wir müssen aufarbeiten, was heute passiert ist, denn das ist schlichtweg inakzeptabel. Ich habe mir die Szene 20 Mal angeschaut und kann beim besten Willen nicht verstehen, wie man hier auf Elfmeter entscheiden kann – und warum der VAR nicht eingegriffen hat", kritisierte Arteta. 

Zum Match-Center: AFC Sunderland vs. FC Arsenal

"Es macht mich traurig, dass wir nach so einem schönen Spiel über eine derart gravierende Fehlentscheidung sprechen müssen. So etwas kann den Verlauf einer ganzen Saison verändern und dich am Ende die Meisterschaft kosten. Auf diesem Niveau und bei all der Arbeit, die wir investieren, darf das einfach nicht passieren."

Arteta mit Sonderlob für Guimarães

Für den sportlichen Glanzpunkt des Tages sorgte Arsenals 75-Millionen-Pfund-Neuzugang Bruno Guimarães. Der Königstransfer des Sommers stand bislang noch nicht in der Startelf, da Arteta im Mittelfeld weiterhin auf das Trio Myles Lewis-Skelly, Declan Rice und Martin Ødegaard setzt. Zur Halbzeit eingewechselt, rechtfertigte der Brasilianer das Vertrauen umgehend: Mit einem sehenswerten Treffer brachte er Arsenal in Führung und brachte damit auch die Sunderland-Fans zum Schweigen, die es besonders auf den ehemaligen Newcastle-Kapitän abgesehen hatten.

Auch am zweiten Treffer war Guimarães maßgeblich beteiligt: Nach seinem feinen Pass in den Lauf von Saka konnte dieser im Strafraum nur per Foul gestoppt werden.

"Man spürt seine enorme Persönlichkeit. Er kommt rein, übernimmt sofort die Verantwortung und reißt das Spiel an sich – und das in einer für ihn ganz besonderen Partie", lobte Arteta nach Abpfiff. "Sowohl sein Tor als auch der Pass auf Bukayo, den er perfekt freispielt, waren absolut sensationell."

Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel festigen die Gunners ihre Ambitionen und führen die Tabelle nun mit drei Punkten Vorsprung an.