"Ich möchte, dass wir sie immer so schwingen, dass niemand denkt, was mit dir nicht in Ordnung ist. Sondern dass man einfach nur das Gefühl hat, du bist happy und verstehst, dass du Glück hattest, dass du in diesem wundervollen Land geboren, aufgewachsen und zugezogen bist", sagte Jürgen Klopp.
Er verwies auf die jüngste Wahl in Sachsen-Anhalt mit dem großen Erfolg der AfD – einer Wahl, "die manche Leute wahrscheinlich okay fanden, viele andere haben gedacht: Du lieber Himmel, was passiert denn da?"
Er sei "kein Fachmann" für Politik, aber er wolle "Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen. Aber ich weiß nicht mehr, ob man das Wort überhaupt so benutzen kann, darf. Ohne dass das falsch verstanden wird."
DFB-Kader mit 44 Namen – Klopp stellt (fast) alles auf den Kopf

Deutschland sei ein "wundervolles Land"
Er wolle daher von "positivem Patriotismus" sprechen. "Ich finde tatsächlich, dass wir ein wundervolles Land sind." Wie er es als Bundestrainer tue, könne es auch allgemein helfen, "ab und zu mal drauf zu gucken, was wir eigentlich Gutes haben". Klopp weiter: "Ich kann stolz darauf sein, deutsch zu sein und trotzdem offen und vielfältig und nett, freundlich."
Der Fußball sei dann dazu da, die Stimmung aufzuhellen. "Es ist wichtiger, dass wir Ärzte haben. Es ist wichtiger, dass wir Pflegepersonen haben. Es ist wichtiger, dass wir ganz, ganz viele Menschen in ganz vielen Berufen haben." Der Fußball könne hier aber "ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, dass wir wirklich die Kraft des Sports spüren."
Erfolgriches Sportjahr für Deutschland
Klopp verwies auf die Erfolge von Tennisstar Alexander Zverev, auf die Hockey-Weltmeister, die Heim-WM im Basketball oder die Leichtathletik-EM in diesem Sommer als positive Beispiele. "Das ist unser Auftrag. Wir müssen für die Stimmung sorgen, ich weiß das. Aber dazu braucht man Leute, die das auch annehmen."
