Lewandowski, Donnarumma und Co.: Diese Stars verpassen die WM 2026

Barcelonas Robert Lewandowski hat mit Polen die WM verpasst.
Barcelonas Robert Lewandowski hat mit Polen die WM verpasst.REUTERS/Albert Gea

Die einen verpassten auf teilweise dramatische Art und Weise das WM-Ticket, die anderen ereilte das Verletzungspech - und so manch einer wurde für das Turnier schlichtweg nicht berücksichtigt: Wenn am Donneerstag die Titeljagd in den USA, Mexiko und Kanada beginnt, werden einige prominente Gesichter fehlen.

ROBERT LEWANDOWSKI (POLEN): Ein Champions-League-Triumph, diverse Meisterschaften und Pokalsiege - der frühere Weltfußballer hat Borussia Dortmund, Bayern München und zuletzt dem FC Barcelona mit seinen Treffern zu einigen Titeln verholfen. Doch sein Nationalteam konnte auch er nicht zur WM schießen, im Playoff-Finale der Qualifikation scheiterte Polen an Schweden. Bei Lewandowski flossen anschließend die Tränen - ob der 37-Jährige noch einmal im Nationaltrikot aufläuft, bleibt abzuwarten.

GIANLUIGI DONNARUMMA (ITALIEN): Das gleiche Schicksal wie Lewandowski ereilte auch einen der besten Torhüter der Welt. Donnarumma weinte nach dem unrühmlichen Triple des Scheiterns, weil er "unendlich traurig" war - so wie ganz Italien. Zum dritten Mal nacheinander scheiterte die stolze Fußballnation in der Qualifikation. Der Keeper von Manchester City, der mit Paris Saint-Germain schon die Champions League gewann und sich 2021 zum Europameister krönte, muss weiter auf seine erste WM-Teilnahme warten.

Ex-Frankfurter Ékitiké muss leiden

SERGE GNABRY (DEUTSCHLAND): Ende April hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann die bittere Gewissheit: Der Offensivstar von Bayern München wird nach seinem Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel nicht rechtzeitig fit und fällt für das Turnier aus. Für den DFB war die Meldung eine Hiobsbotschaft, der 30-Jährige muss nun aus der Ferne die Daumen drücken. "Wie der Rest des Landes werde ich die Jungs von zu Hause aus unterstützen", versicherte er. Gleiches gilt für Shooting-Star Lennart Karl.

HUGO EKITIKE (FRANKREICH): Der WM-Traum des 23-Jährigen platzte im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League Mitte April gegen Paris Saint-Germain. Nach einer halben Stunde musste der Angreifer des FC Liverpool vom Platz getragen werden, eine schwere Achillessehnenverletzung verhinderte die Teilnahme des Stürmers an der WM. Die Chancen auf eine Nominierung schienen dabei nach seinem rasanten Aufstieg mehr als gut. Für die kolportierte Ablöse von rund 95 Millionen Euro war Ekitike im vergangenen Jahr von Eintracht Frankfurt nach Liverpool gewechselt, im September hatte er sein Debüt in der Nationalmannschaft gefeiert.

KHVICHA KVARATSKHELIA (GEORGIEN): Ende Mai stemmte der georgische Angreifer gemeinsam mit Ousmane Dembelé, Vitinha und Co. noch den silbernen Henkelpott nach dem zweiten Champions-League-Triumph von Paris Saint-Germain in die Höhe, doch bei der WM in den USA werden andere feiern. Der 25-Jährige verpasste mit Georgien das Ticket für die Endrunde. Zwei Jahre zuvor hatte die kleine Fußball-Nation bei ihrer EM-Premiere in Deutschland mit einem Sieg gegen Portugal und dem Einzug ins Achtelfinale noch für Aufsehen gesorgt, auf den ersten WM-Auftritt müssen Kwarazchelia und seine Teamkollegen jedoch weiter warten.

DOMINIK SZOBOSZLAI (UNGARN): Auf dramatische Art und Weise scheiterte auch Ungarn in der Qualifikation - und damit auch einer der wertvollsten Spieler der Welt. Doch selbst Szoboszlai, dessen Marktwert mit 100 Millionen Euro beziffert wird, konnte die Nation nicht vor der entscheidenden Last-Minute-Niederlage gegen Irland bewahren. Der ehemalige Leipziger muss nun aus der Ferne dabei zuschauen, wie seine Liverpooler Teamkollegen Florian Wirtz und Alexander Isak in ihre jeweiligen WM-Missionen starten.

Auch Real-Star betroffen

VICTOR OSIMHEN (NIGERIA): Auch der nigerianische Stürmerstar muss das Turnier von zu Hause aus verfolgen. Schon in der entscheidenden Partie konnte der 27-Jährige nicht wirklich eingreifen. Auf der Bank litt der angeschlagen ausgewechselte Angreifer mit, als sein Team im Elfmeterschießen gegen die Demokratische Republik Kongo die Chance auf eine WM-Teilnahme vorzeitig verspielte. Dass er im Mai Galatasaray Istanbul mit einem Doppelpack zur türkischen Meisterschaft schoss, dürfte nur ein kleiner Trost sein.

RODRYGO (BRASILIEN): Im März feierte der Rechtsaußen von Real Madrid in der spanischen Liga nach einer einmonatigen Zwangspause noch ein Kurz-Comeback. Schon während der Partie gegen den FC Getafe musste der 25-Jährige behandelt werden, wenig später waren alle Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme des 37-maligen Nationalspielers zerstört: Kreuzbandriss und ein Riss des Außenmeniskus am rechten Knie lautete die folgenschwere Diagnose.

EDER MILITAO (BRASILIEN): Im vergangenen Jahr kämpfte sich der Verteidiger von Real Madrid nach einem erneuten Kreuzbandriss zurück, doch der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten. Aufgrund einer schweren Muskelverletzung am linken Oberschenkel steht der Abwehrchef Rekordweltmeister Brasilien nicht zur Verfügung, auch sein Klub muss mehrere Monate auf den 28-Jährigen verzichten.

QUARTETT DER ENTTÄUSCHTEN (ENGLAND): Ohne die beiden Offensivstars Cole Palmer (FC Chelsea) und Phil Foden (Manchester City), Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold (Real Madrid) und Abwehr-Routinier Harry Maguire (Manchester United) trat Englands Teammanager Thomas Tuchel die Reise zur WM an - und erntete dafür reichlich Kritik. Nicht nur in den Medien herrschte Aufruhr, auch Maguire meldete sich zu Wort. Die Entscheidung habe ihn "schockiert und zutiefst getroffen", ließ der 33-Jährige die Welt via X wissen.