Mit dem Heimspiel gegen die Hearts startet für den SK Sturm das erste von zwei entscheidenden Duellen zu Beginn der europäischen Saison. Wer sich durchsetzt, zieht nicht nur in die dritte Qualifikationsrunde der Champions League ein, sondern sichert sich gleichzeitig zumindest die Ligaphase der Europa League. Entsprechend groß ist die Bedeutung der beiden Begegnungen.
Trainer Fabio Ingolitsch erwartet ein enges Duell. „Uns erwartet Fußballkultur pur, Fanatismus und ein Gegner, der eine richtig harte Nuss ist“, sagte der Sturm-Coach im Gespräch mit der APA.
Qualität und offene Fragen bei den Hearts
Der schottische Vizemeister überzeugt durch seine unglaubliche Qualität auf dem Platz und verpasste die Meisterschaft in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag gegen Celtic. Nach dem Trainerwechsel im Sommer befinden sich die Hearts in der neuen Saison noch in einer Findungsphase. Wouter Vrancken, der zuletzt in Belgien als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet wurde, soll dem Team einen spielerischeren Stil verleihen.
Ingolitsch sieht darin Chancen und Risiken zugleich: „Sie sind in einer Findungsphase, es ist unklar, wie sie am Ende des Tages aufgestellt sind. Aber man darf nicht vergessen, sie hätten das Riesenwunder in Europa werden können und haben den Titel erst in der letzten Runde gegen Celtic verspielt.“

Personalsorgen und ein Fragezeichen hinter Kiteishvili
Laut Ingolitsch werde es entscheidend sein, defensiv stabil zu stehen und das Pressing aufrechtzuerhalten. Der SK Sturm geht allerdings nicht ganz sorgenfrei in den Europacup-Auftakt. Amady Camara fällt mit einer Oberschenkelverletzung mehrere Wochen aus. Geschäftsführer Sport Michael Parensen sprach von einem bitteren Zeitpunkt: „Für Amady ist diese Verletzung natürlich bitter, gerade in dieser Phase. Wichtig ist jetzt, dass er seine Rehabilitation konsequent absolviert und wieder vollständig gesund wird.“
Zudem ist fraglich, in welchem Ausmaß Unterschiedsspieler Otar Kiteishvili nach seiner Wadenverletzung bereits einsatzfähig ist. Gute Nachrichten gibt es dagegen von Neuzugang Nelson Weiper, der laut Ingolitsch für einen Einsatz bereitsteht. Auch Paul Koller könnte trotz seines Nasenbeinbruchs mit einer Schutzmaske auflaufen.

„Wir wollen vorlegen“
Sturm will sich vor dem Rückspiel in Edinburgh eine möglichst gute Ausgangsposition verschaffen. Kapitän Jon Gorenc Stankovic sieht die Mannschaft dafür gerüstet: „Wir haben uns ganz gut mit vielen Vorbereitungsspielen eingespielt. Wir sind bereit.“
Auch Ingolitsch macht keinen Hehl aus der Marschroute: „Wir wollen vorlegen, wir müssen vorlegen, wenn wir in die nächste Runde wollen“. Leicht wird diese Aufgabe gegen den schottischen Vizemeister allerdings nicht.
