Seit Dienstag ist Oliver Glasner offiziell Cheftrainer von Nottingham Forest. Der Oberösterreicher unterschrieb beim Premier-League-Klub einen Dreijahresvertrag und möchte nach seinen Erfolgen mit Crystal Palace nun auch bei seinem neuen Arbeitgeber eine erfolgreiche Ära prägen.
„Ich habe hier nicht aus Jux und Tollerei unterschrieben“, sagte Glasner im Interview mit dem ORF. Nottingham sei zunächst gar nicht auf seinem Radar gewesen, da der Klub aus seiner Sicht eine gute Saison gespielt habe. Erst nach Gesprächen mit Klubbesitzer Evangelos Marinakis habe sich der Wechsel konkretisiert.
„Ich habe zum ersten Mal jemanden gefunden, der ein Stück weit mehr ambitioniert ist als ich. Diese Kombination habe ich super interessant und spannend gefunden“, erklärte der 51-Jährige.
Blick geht in die obere Tabellenhälfte
Sportlich verfolgt Glasner mit Nottingham klare Ziele. Nach einer Saison, in der Forest auf europäischer Bühne überzeugte, in der Liga aber lange um den Klassenerhalt kämpfen musste, soll mehr Konstanz einkehren.
„Wir wollen Konstanz und Stabilität reinbringen. Wichtig ist, dass wir uns an der oberen Hälfte orientieren. Da wollen wir hin und andocken“, sagte der Österreicher.
Druck gehört zum Geschäft
Dass Nottingham-Besitzer Marinakis in der Vergangenheit mehrfach Trainer während einer Saison austauschte, schreckt Glasner nicht ab. „Man heiratet ja auch nicht, um sich früh wieder scheiden zu lassen“, sagte der ehemalige Trainer von LASK, Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und Crystal Palace mit einem Schmunzeln. Er sei überzeugt, dass ihm der Klub den langfristigen Vertrag nicht ohne Überzeugung angeboten habe. „Aber klar, wir müssen liefern. Diesen Druck hast du auf diesem Level einfach.“
Nach dem Gewinn der Europa League mit Eintracht Frankfurt sowie des FA Cups und der Conference League mit Crystal Palace will Glasner nun auch mit Nottingham Forest an erfolgreiche Zeiten anknüpfen. „Hoffentlich können wir wieder Geschichte schreiben“, sagte der Oberösterreicher mit Blick auf den zweifachen Europapokalsieger.
