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Hugo von Montgelas: Vom EM-Zuschauer zum WM-Hoffnungsträger der Hockey-Herren

Aktualisiert
Hugo von Montgelas bejubelt seinen Treffer gegen Australien.
Hugo von Montgelas bejubelt seinen Treffer gegen Australien.OLIVIER HOSLET / EPA / Profimedia

Im vergangenen Jahr musste Hugo von Montgelas noch dabei zuschauen, wie die deutschen Hockey-Männer vor heimischem Publikum den EM-Pokal in die Höhe stemmten. Eine Verletzung hatte kurz zuvor seinen Traum vom ersten großen Turnier mit der Nationalmannschaft platzen lassen - diesen erfüllt sich der Youngster nun bei der Weltmeisterschaft und ist auf der Mission Titelverteidigung gleich mittendrin statt nur dabei.

Die "sehr große Enttäuschung" aus dem letzten Sommer, als ein Mittelhandknochenbruch eine Teilnahme an der Heim-EM unmöglich gemacht hatte, ist längst verflogen. "Ich bin umso glücklicher, dass es jetzt mit der WM geklappt hat", erzählte von Montgelas im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Dass das Turnier in Belgien und den Niederlanden sein erster Auftritt auf der ganz großen Bühne ist, ist dem 22-Jährigen dabei kaum anzumerken. Auch dank ihm und den anderen Turnier-Debütanten ist das verjüngte DHB-Team dreieinhalb Jahre nach dem Triumph im indischen Bhubaneswar trotz eines Umbruchs auf dem besten Weg, sich erneut zum Weltmeister zu krönen.

Von Montgelas mit Tor als Krönung

"Daran will ich noch gar nicht denken", sagte von Montgelas und lachte. Erst einmal stehe das "sehr schwierige" Halbfinale gegen Argentinien am Freitag (20.30 Uhr/MagentaTV) an. Doch dass auch in Drucksituationen auf die nächste Generation Verlass ist, haben von Montgelas und Co. bereits eindrucksvoll bewiesen.

Zum Match-Center: Deutschland vs. Australien

Im alles entscheidenden Zwischenrundenspiel gegen Australien sorgte von Montgelas, der abgebrüht eine Strafecke herausholte und diese selbst per Nachschuss zum 4:2-Endstand vollendete, auch beim Weltmeister-Kapitän von 2023 für Begeisterung. "Kaum einen Ballverlust, defensiv alles weggearbeitet, nach vorne auch noch entscheidende Szenen gehabt und eine Bude gemacht", schwärmte Mats Grambusch in seiner Rolle als Experte bei MagentaTV. Er sei "voll des Lobes" für den jungen Mittelfeldspieler, dass dieser bei "seinem allerersten Turnier so eine Performance" abliefere.

Als U21-Weltmeister sammelte von Montgelas bereits Erfahrungen, wie es ist, über drei Wochen einem großen Ziel hinterherzujagen. Doch bei dem Turnier in Belgien und den Niederlanden sei "alles eine Nummer größer", erklärte er. Dass von Montgelas, und auch die anderen Neulinge wie Jakob Brilla, gleich so einschlagen, liegt nicht zuletzt an der Unterstützung im Team.

"Die Jungs haben es uns sehr einfach gemacht und uns eine Plattform gegeben, unsere Stärken einzubringen", erklärte von Montgelas, der nach vier Jahren beim Mannheimer HC in der kommenden Saison für Rot-Weiss Köln auflaufen wird. Es sei das Beste für junge Spieler wie ihn, "Leute in der Mannschaft zu haben, die wissen, wie man Titel gewinnt", sagte von Montgelas. Vielleicht ist er ab Sonntag einer von ihnen.

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