Es sei für Infantino "zu spät, seine Würde zu retten", führte Figo aus, "aber es ist noch nicht zu spät, den Fußball zu retten. Er sollte gehen. Sofort". Er habe in seiner Zeit im Weltfußball "schon einige Schurken kennengelernt", führte der 53-Jährige aus: "Aber was in den letzten 10 Tagen ans Licht gekommen ist, ist das niederträchtigste, hinterhältigste und feige egoistischste Verhalten, das ich je erlebt habe."
Es sei für ihn aber "keine Überraschung, wenn man die lange Liste der Missbräuche betrachtet, die er dem Ansehen des Fußballs zugefügt hat". Dabei nannte Figo beispielsweise die Rücknahme der Sperre von US-Spieler Folarin Balogun bei der WM oder die verlängerte Halbzeitshow im Finale. Infantino stehe "nichts im Weg, wenn es darum geht, seinen Freunden zu gefallen". Der FIFA-Boss pflege eine "Herrschaft des schrecklichen Eigeninteresses", betonte der Weltfußballer von 2001.
