"Junge Spieler brauchen auch Druck", so Uli Hoeneß. Er wisse nicht, ob es Lennart Karl guttut, "wenn man ihn immer nur in den Arm nimmt", führte er aus.
Zudem würden Jung-Nationalspieler Karl Vergleiche mit einem Michael Olise "offensichtlich nicht gut tun, da liegen noch Welten dazwischen".
Karl hatte sich in der vergangenen Saison mit neun Toren und acht Vorlagen in den Vordergrund gespielt. Die WM verpasste der Senkrechtstarter jedoch kurzfristig wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel. Seit seiner Rückkehr ist Karl auf der Suche nach Form und Leichtigkeit.

Eberl bleibt beruhigt
Sportvorstand Max Eberl nahm Karl am Samstag allerdings in Schutz. "Ich glaube, das was mit Lenny passiert, ist ein völlig normaler Prozess eines Jungprofis. Es gibt keine Karriere, auch nicht von weltweiten Topstars, die reibungslos und ohne Probleme nur nach oben gegangen ist", sagte Eberl vor dem Topspiel der Bayern am Sonntag (17:30 Uhr/DAZN) gegen den SC Freiburg.
In der Vorsaison habe der dribbelstarke Offensivspieler "überragend performt und sich eingebracht", so Eberl weiter: "Jetzt ist die Erwartungshaltung an ihn eine ganz andere. Man erwartet, dass diese gezeigten Leistungen Standard sind. Vielleicht erwartet das Lenny auch von sich selbst. Aber das ist ein normaler Prozess, den er durchläuft und den wir auch verstehen. Wir unterstützen ihn und sind hundert Prozent sicher, dass er sein Niveau wieder erreichen wird, und dann wird er von da seine nächsten Schritte gehen."
Match-Center: SC Freiburg vs. Bayern München
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