Stammkraft Kai Havertz? Neuling Younes Ebnoutalib? Oder doch Shootingstar Nicolo Tresoldi?
Die Zukunft von Deutschland liegt in den Händen von Bundestrainer Jürgen Klopp. "Wir schauen uns alle an, wir sind ja nicht doof", beteuerte der 59-Jährige zuletzt.
Grund zur Stürmersuche gibt es genug: Die Torausbeute in Klopps ersten vier Länderspielen war mit drei Toren dürftig.
Havertz kam beim jüngsten XXL-Lehrgang verletzungsbedingt nur in den ersten 30 Minuten gegen die Niederlande (1:1) zum Einsatz. Der 27-Jährige dürfte – wenn fit – für die Länderspiele im November gesetzt sein.

Hinter dem Premier-League-Legionär, der in dieser Saison auch erst zwei Ligatore schoss, vergrößert sich allmählich der Pool an Torgaranten.
Nick Woltemade kommt nach Anlaufschwierigkeiten bei Juventus Turin allmählich besser zurecht. Für ordentlich Furore sorgen im Ausland die U21-Kräfte Paris Brunner (AS Monaco) und Tresoldi (Club Brügge).
Brunner und Tresoldi drängen sich auf
Brunner traf am Donnerstag gegen Freiburg in der Europa League. "Ich versuche, das zu tun, was ich am besten kann. Und das heißt, Tore zu schießen", sagte das ehemalige Dortmunder Toptalent.
Sollte Klopp das sehen, "dann sieht er es. Und die Reaktion, die kommt von ihm. Ich mache einfach weiter und warte, was in der nächsten Zeit passiert." Kontakt zu Klopp gebe es aber noch nicht.

Dringlicher scheint die Lage bei Tresoldi. Der Ex-Hannoveraner hat mit Italien noch eine zweite Option. Klopp will sich davon nicht stressen lassen.
Wie Italiens Coach Roberto Mancini habe er mit Tresoldi gesprochen und findet es "komplett in Ordnung", dass Tresoldi schwanke. "Aber wir müssen auch niemandem hinterherlaufen."

Tresoldi sei "ein toller Junge" – die Konkurrenz auf seiner Position ist aber groß. Neben dem treffsicheren Frankfurter Gespann um Ebnoutalib und Jonathan Burkardt sind auch Dzenan Pejcinovic und dessen Stuttgarter Klubkollege Deniz Undav weiterhin Optionen.
Füllkrug schon zu alt?
In Bremen schießt sich Niclas Füllkrug nach seiner Rückkehr wieder in den Fokus. Klopp sieht auf seinem Verjüngungskurs im alternden Publikumsliebling aber keine dauerhafte Option mehr. "In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch, langfristig müssen wir sehen." Füllkrug schieße "ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33 - das ist nicht meine Schuld".

