Machtwechsel bei der FIS: Ospelt löst Eliasch knapp ab

Johan Eliasch
Johan EliaschANDREJ CUKIC / EPA / Profimedia

Die Ära von Johan Eliasch an der Spitze des Internationalen Skiverbandes ist beendet. Alexander Ospelt gewann die Präsidentenwahl beim FIS-Kongress in Belgrad mit einer Stimme Vorsprung und übernimmt den Verband für die kommenden vier Jahre.

Der Internationale Skiverband hat einen neuen Präsidenten. Beim FIS-Kongress in Belgrad setzte sich der Liechtensteiner Alexander Ospelt in einer äußerst knappen Abstimmung gegen Amtsinhaber Johan Eliasch durch. Am Ende fiel die Entscheidung mit 65:64 Stimmen zugunsten des 58-jährigen Juristen aus.

Unterstützung erhielt Ospelt unter anderem von den einflussreichen Verbänden aus Österreich, Norwegen, Italien, der Schweiz, Kanada und den USA. Für den ehemaligen Präsidenten des Liechtensteiner Skiverbandes ist es der zweite Anlauf. Bereits 2022 hatte er eine Kandidatur in Betracht gezogen, diese damals jedoch mangels Rückhalt zurückgezogen.

Mit seinem Erfolg endet die fünfjährige Amtszeit von Eliasch, der den Verband seit 2021 geführt hatte.

Kritik an Eliasch wurde zuletzt immer lauter

Die Amtsführung des britisch-schwedischen Unternehmers war in den vergangenen Jahren zunehmend umstritten. Kritik gab es unter anderem an seinen Vermarktungsplänen, seinem Führungsstil sowie an der finanziellen Entwicklung des Weltverbandes.

 

Alexander Ospelt
Alexander OspeltANDREJ CUKIC / EPA / Profimedia

 

Erst wenige Tage vor der Wahl hatte die FIS für Schlagzeilen gesorgt. Die ehemalige österreichische Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer war nach kritischen Aussagen in einem Interview von einer Veranstaltung ausgeladen worden. Zudem hatten sich prominente Aktive wie Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin öffentlich gegen eine weitere Amtszeit Eliaschs ausgesprochen.

Auch innerhalb der Verbände wuchs zuletzt der Wunsch nach einem Neuanfang. Entsprechend erleichtert zeigte sich nach der Wahl auch der Österreichische Skiverband. Generalsekretär Christian Scherer erklärte gegenüber dem ORF, es sei nun an der Zeit, mit einem neuen Präsidenten in die Zukunft zu starten.