Angeführt wird die Investorengruppe von Amit Bhatia, dem Schwiegersohn des indischen Stahlunternehmers Lakshmi Mittal. Neben Bezos gehört auch Eduardo Saverin, Mitgründer von Facebook, zu den Investoren.
FSG kassiert Milliarden für Minderheitsanteil
Nach Informationen der BBC erhalten die amerikanischen Liverpool-Eigentümer der Fenway Sports Group für 30 Prozent der Anteile zwischen 1,5 und 1,8 Milliarden Euro. Die FSG hatte den Traditionsklub 2010 für umgerechnet rund 350 Millionen Euro übernommen.
Liverpool-Präsident Mike Gordon bezeichnete den Einstieg der neuen Investoren als "Entscheidung im Sinne des langfristigen Wohls des Klubs". Bezos soll bei den Reds keine operative Rolle übernehmen. Der Deal bringt der FSG damit einen erheblichen finanziellen Gewinn. Gleichzeitig bleibt die amerikanische Investmentgesellschaft weiterhin bestimmende Kraft beim englischen Rekordmeister.
Liverpool-Fans blicken skeptisch auf den Einstieg
Bei Teilen der Anhängerschaft stößt der Einstieg der neuen Investoren allerdings auf Skepsis. Die Fan-Vereinigung Spirit of Shankly hatte sich bereits vor Abschluss der Vereinbarung kritisch zu möglichen Folgen eines solchen Deals geäußert.
"Wir haben bei ähnlichen Verkäufen in anderen Vereinen erlebt, dass es zu erheblichen Veränderungen in der Führung des Klubs und im operativen Fußballbereich kam – mit Entscheidungen und Verhaltensweisen, die viele bei Liverpool nicht sehen möchten", teilte das Bündnis mit.
