Es gab einiges zu bereden. Klopp steht bis 2029 als "Global Head of Soccer" beim Red-Bull-Konzern unter Vertrag, diesen muss er in Abstimmung mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff auflösen. Anschließend könnte Klopp sich an den Deutschen Fußball-Bund und die deutsche Nationalmannschaft binden. Eine Millionen-Ablöse ist aber wohl hinfällig, stattdessen soll Klopp Werbebotschafter für Red Bull bleiben.
Bezahlung, Laufzeit und Wünsche für den Trainerstab sollen ebenfalls geklärt sein. Strukturelles und Klopps Werbeverträge mit Unternehmen, die in Konkurrenz zu DFB-Partnern stehen, könnten noch im Wege stehen. In einem längeren Telefonat habe sich allerdings "schnell herauskristallisiert, dass das am Ende auch funktionieren kann und wird", berichtete zuletzt DFB-Sportdirektor Rudi Völler.
Absolute Wunschlösung
Auch Watzke gab sich optimistisch. "Ich weiß, dass Jürgen Deutschland liebt", sagte der Präsident von Borussia Dortmund, ein enger Freund Klopps aus gemeinsamen erfolgreichen Zeiten. Der Wunsch-Bundestrainer wird bis zum Ende der WM mit dem Finale am 19. Juli als Experte für MagentaTV vor Ort im Einsatz sein. Auch er hat seine Bereitschaft für ein Engagement beim DFB klar signalisiert: Es sei nicht der perfekte Zeitpunkt, er sei aber auch noch nie besser gewesen.

Mit Völler hatte Klopp bereits zuvor telefoniert, der Sportdirektor wird im Amt bleiben und möchte gerne mit Klopp arbeiten. Julian Nagelsmann war nach dem blamablen WM-Ausscheiden der Nationalmannschaft gegen Paraguay (3:4 i.E.) als Bundestrainer zurückgetreten. Das erste Länderspiel für seinen Nachfolger steht am 24. September in der Nations League in Amsterdam gegen die Niederlande an.
Zum Match-Center: Deutschland vs. Paraguay / Niederlande vs. Deutschland
