Ursprünglich verfolgte der FIFA-Präsident den Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen. Das Vorhaben wurde nun offiziell aufgegeben.
"Nachdem wir uns alle Standpunkte aufmerksam angehört haben, ist deutlich geworden, dass das Projekt zu Spaltungen geführt hat, die – unabhängig vom Ausmaß der Unterstützung – nicht mehr im Interesse des ursprünglich angestrebten Ziels liegen", sagte Infantino: "Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt."
Es hagelte Kritik
Zuvor hatte der asiatische Verband AFC den Widerstand der UEFA und des CONCACAF unterstützt und seine "tiefe Besorgnis" zum Vorhaben der FIFA sowie über "die Entscheidungsprozesse" geäußert. Der Südamerikanische Verband CONMEBOL hatte seine Unterstützung hatte zumindest Skepsis geäußert.

Mit Carlos Cordeiro war zudem ein hochrangiger Berater von Infantino zurückgetreten. "Es ist ein schlechtes Geschäft für die FIFA-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft dieses Sports“, hatte er in einer Stellungnahme geschrieben.

FIFA kritisierte Berichterstattung
Die FIFA hatte die Pläne trotz des drohenden Boykotts zunächst weiterverfolgt. Die Investorenpläne seine durch mangelnde und fehlerhafte Medienberichte "gestört" worden.
Infantino hatte ursprünglich angekündigt, den "Konsultationsprozess fortzusetzen, um sicherzustellen, dass jeder Mitgliedsverband seine Stimme auf der Grundlage der tatsächlichen Fakten abgeben kann.“
Zunächst hatte die FIFA mitgeteilt, kommerzielle Rechte an eine Investorengruppe verkaufen zu wollen, um damit eine Milliardensumme einzuspielen.

Trump-Familie wäre indirekt involviert gewesen
Die britische "Times" berichtete daraufhin, dass Joshua Kushner die Gespräche auf der Investorenseite über seinen Fonds "Thrive Eternal" hätten führen sollen.
Kushners Bruder Jared ist mit Ivanka Trump, der Tochter von Donald Trump verheiratet. Der US-Präsident dementierte allerdings, mit Infantino über die Pläne der FIFA gesprochen zu haben.

