Die Auslosung in der UEFA-Zentrale in Nyon bescherte Österreich ein bisher unbekanntes Duell. Erstmals überhaupt wird das Frauen-Nationalteam auf Kosovo treffen.
Die erste Playoff-Runde wird zwischen 7. und 13. Oktober ausgetragen. Österreich muss zunächst auswärts antreten, ehe das entscheidende Rückspiel vor heimischem Publikum über die Bühne geht. Die genauen Spielorte und Termine werden noch bekanntgegeben.
Nach dem dritten Platz in der Gruppenphase der WM-Qualifikation und dem damit verbundenen Verbleib in Liga A geht die Mannschaft von Teamchef Lars Söndergaard als Favorit in das Duell.
Söndergaard warnt vor dem Außenseiter
Trotz der vermeintlich günstigen Auslosung will der Teamchef den Gegner keinesfalls unterschätzen. „Mit Kosovo treffen wir auf eine recht junge Fußballnation. Aber wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen. Sie haben ihre Gruppe vor Kroatien gewonnen, das ist eine starke Leistung“, betonte Söndergaard nach der Auslosung.
Der Teamchef sieht Österreich zwar in der Favoritenrolle, fordert aber volle Konzentration: „Wir haben großen Respekt vor den Kosovarinnen und werden sie sehr ernst nehmen. Ich glaube trotzdem, dass wir als Favorit in die Spiele gehen.“
Schweiz oder Israel warten in Runde zwei
Sollte Österreich die erste Hürde erfolgreich meistern, wartet Ende November beziehungsweise Anfang Dezember die zweite und entscheidende Playoff-Runde. Dort würde die ÖFB-Auswahl auf den Sieger des Duells zwischen Israel und Schweiz treffen. Auch in dieser Runde müsste Österreich zunächst auswärts antreten.
Vor allem ein mögliches Nachbarschaftsduell mit der Schweiz hätte seinen besonderen Reiz. „Ein Nachbarschaftsduell mit der Schweiz wäre natürlich reizvoll. Das wären zwei ausgeglichene Spiele auf Augenhöhe“, erklärte Söndergaard. Gleichzeitig verwies er auf die Entwicklung des Schweizer Frauenfußballs, der zuletzt durch starke Leistungen und die Heim-Europameisterschaft zusätzlichen Aufschwung erhalten habe.
Fokus liegt zunächst auf Kosovo
Bevor über eine mögliche zweite Runde nachgedacht wird, gilt die volle Aufmerksamkeit jedoch dem ersten Play-off-Gegner. Kosovo überzeugte in der Qualifikation mit dem Gruppensieg vor Kroatien und hat sich seinen Platz im Playoff verdient.
Für Österreich bietet sich nun die Chance, einen weiteren Schritt Richtung WM 2027 in Brasilien zu machen. Nach dem erfolgreichen Verbleib in Europas höchster Nations-League-Klasse wollen die ÖFB-Frauen ihre positive Entwicklung fortsetzen und erstmals seit 2019 wieder um die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft kämpfen.
