Ofner scheitert in Wimbledon trotz starker Leistung an Hurkacz

Sebastian Ofner
Sebastian OfnerADAM VAUGHAN / EPA / Profimedia

Sebastian Ofner ist beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon in der zweiten Runde ausgeschieden. Österreichs Nummer eins unterlag dem Polen Hubert Hurkacz nach umkämpften Sätzen mit 6:7 (8:10), 4:6, 4:6.

Mit Sebastian Ofner hat sich am Mittwoch auch der letzte österreichische Einzelspieler aus dem Hauptbewerb von Wimbledon verabschiedet. Der 30-jährige Steirer musste sich in der zweiten Runde dem Polen Hubert Hurkacz nach 1:57 Stunden mit 6:7 (8), 4:6, 4:6 geschlagen geben.

Zu Beginn entwickelte sich auf dem Rasen in London ein ausgeglichenes Match, in dem beide Spieler ihre Aufschlagspiele souverän durchbrachten. Beim Stand von 4:4 bot sich Ofner die große Chance auf die Führung, doch Hurkacz wehrte drei Breakbälle – darunter zwei mit Assen – ab.

Zum Matchcenter: Hubert Hurkacz - Sebastian Ofner

Die Entscheidung im ersten Durchgang fiel schließlich im Tiebreak. Beide Spieler vergaben zunächst jeweils zwei Satzbälle, ehe sich Hurkacz mit 10:8 durchsetzte und den wichtigen ersten Satz für sich entschied.

Hurkacz nutzt seine Chancen konsequent

Im zweiten Satz verlor Ofner nach gewonnenem Auftaktspiel kurzzeitig den Rhythmus. Zwei Breaks brachten den Polen rasch mit 4:1 in Führung. Zwar gelang dem Steirer noch ein Rebreak, doch Hurkacz ließ sich den Satz nicht mehr nehmen und stellte auf 2:0.

Auch im dritten Durchgang blieb die Partie lange offen. Erst beim Stand von 4:4 gelang Hurkacz das entscheidende Break zum 5:4. Wenig später servierte der Pole das Match souverän aus und zog in die dritte Runde ein, wo nun der an Nummer 21 gesetzte US-Amerikaner Tommy Paul wartet.

Ofner: „Er hat heute richtig gut serviert“

„Gegen einen Spieler wie Hurkacz ist das richtig schwierig. Vor allem, wenn er gut serviert“, erklärte Ofner nach der Partie. „Heute hat er einfach wirklich richtig gut serviert. Es war ein bisschen schwer beim Return, seine Aufschläge zu lesen.“

Mit seiner Leistung im ersten Satz zeigte sich der Steirer dennoch zufrieden. „Natürlich ist Enttäuschung da, aber mit meiner Leistung im ersten Satz war ich zufrieden.“

Den Blick richtet Österreichs Nummer eins aber bereits nach vorne. „Ich habe eine gute Ausgangsposition. Jetzt habe ich bis zum Jahresende mehr oder weniger nichts mehr zu verteidigen“, sagte Ofner.