"Ich bin wirklich extrem glücklich", sagte der 29-Jährige, nachdem er zum Auftakt der 113. Frankreich-Rundfahrt in Barcelona seinem Team Visma-Lease a Bike den Zeitfahr-Sieg beschert und sich selbst das begehrteste Stück Stoff der Sportwelt zurückgeholt hatte: "Davon habe ich die vergangenen drei Jahre geträumt, da bin ich ehrlich."
Nach seinem zweiten Toursieg hatte Vingegaard keine gute Zeit, vor allem 2025 war ein unschönes Jahr. Nach einem schweren Sturz im Frühjahr war er erst im letzten Moment halbwegs fit für die Tour geworden, konnte aber nicht mit Pogacar konkurrieren. Die Vuelta gewann er dann zwar, wirklich feiern konnte er nicht - die letzte Etappe wurde wegen Protesten abgebrochen.
Pogacar in neuer Rolle als Jäger
2026 läuft es aber: Vingegaard gewann im Mai souverän den Giro. "Und aus dem bin ich in ziemlich guter Form herausgekommen", sagte er am Samstag: "Ich bin auf einem sehr hohen Level hierhin gekommen und kann mindestens um Siege mitkämpfen."
Vingegaard ist nun vorerst der Gejagte. Der viermalige Toursieger Pogacar spielt erst einmal den Jäger - seine zwölf Sekunden Rückstand sind allerdings kaum der Rede wert. "Wir können wirklich mit dem Tag heute zufrieden sein", sagte der slowenische Titelverteidiger: "Und vor allem bin ich froh, dass dieser Tag vorbei. So ein Zeitfahren ist extrem stressig."
