"Das ist etwas ganz Besonderes, ich werde mich immer an diese Vuelta erinnern", sagte Mas am Sonntagabend im Ziel in Granada, am Ziel seiner Träume, das er mit seiner komplett in Rot-Weiß statt dem gewohnten Dunkelblau gekleideten Movistar-Mannschaft entspannt erreichte – vor den letzten 10 km war das Rennen hinauf zur weltberühmten Alhambra neutralisiert worden. "Es war ein langer weg für mich. Jetzt bin ich einfach glücklich."
Analog zur Schlussetappe der Tour de France über den Montmartre ging es nur noch um den Etappensieg. Diesen sicherte sich der Norweger Tobias Halland Johannessen (Uno-X) vor dem Italiener Alessandro Romele (Astana) und dem Belgier Ramses Debruyne (Alpecin-Premier Tech). Der Augsburger Marco Brenner (Tudor), der eine Bergetappe gewonnen hatte, wurde Zehnter.
Für Mas, dessen Movistar-Team statt in den gewohnten dunklen Blautönen in roten Hosen sowie rotweißen Trikots fuhr und den Champion entspannt ins Ziel eskortierte, war es das Happy End nach vielen vergeblichen Anläufen auf den Vuelta-Sieg. Dreimal war der Kletterer aus Mallorca Zweiter, einmal Dritter.
Beim ersten spanischen Vuelta-Sieg seit Alberto Contador 2014 profitierte Mas allerdings auch vom Sturz-Aus von Topfavorit Tadej Pogacar. Der Slowene hatte sich auf der achten Etappe schwer verletzt, zu diesem Zeitpunkt lag er in der Gesamtwertung fast vier Minuten vor dem zweitplatzierten Mas.
