Maja Chwalinska macht sich trotz ihres Höhenflugs bei den French Open Sorgen um die Gesundheit ihres Teams. "Ich bin eigentlich kein besonders abergläubischer Mensch, aber meine Trainer sind es. Die essen jeden Tag Pizza, wirklich jeden Tag, und wir sind jetzt schon drei Wochen hier", sagte die Polin. Sie ergänzte mit einem Augenzwinkern: "Die werden so viel zunehmen. Das wird furchtbar."
Angesichts des sensationellen Laufs ihres Schützlings wird das Team Chwalinska die in Paris gesammelten Extrapfunde aber sicherlich verschmerzen können.
Durch das 7:6 (7:4), 6:4 gegen die Russin Diana Schnaider steht die 24-Jährige tatsächlich im Finale von Paris, als erst zweite Qualifikantin überhaupt spielt sie am Samstag um einen Grand-Slam-Titel. "Das klingt wie ein Traum!", titelte die polnische Gazeta Wyborcza.
Gigantischer Sprung im WTA-Ranking
Auch Chwalinska kann ihre Hauptrolle in diesem begeisternden Tennis-Märchen kaum glauben. "Ich habe das Gefühl, als wäre ich in einer Blase. Ich weiß nicht, was gerade los ist. Ich bin einfach nur sehr glücklich, hier zu sein", sagte die Überraschung des Turniers, die mit ihren drei Siegen erstmals überhaupt ins Hauptfeld beim Sandplatz-Höhepunkt gerückt war.
Nach nun neun Siegen in Serie wird sie in der Weltrangliste von Platz 114 mindestens auf Platz 21 klettern.
Vor dem Endspiel gegen Schnaiders Landsfrau Mirra Andreeva will Chwalinska nun bestmöglich die Batterien aufladen. Auf ihren geliebten Sport will sie dabei aber nicht gänzlich verzichten. "Ich werde schlafen und ich werde meinen Tee trinken", sagte die Polin: "Ich werde mir etwas Gutes anschauen, vielleicht ein bisschen Tennis. Denn ich bin ein kleiner Tennis-Freak."
