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World Matchplay: Schindler trotz Traumstart raus – Menzies überrascht Humphries

Aktualisiert
Schindler verlor trotz einer 4:0-Führung noch gegen Price
Schindler verlor trotz einer 4:0-Führung noch gegen PriceTaylor Lanning/PDC

Nach der Niederlage von Niko Springer gegen Branchenprimus Luke Littler musste sich mit Martin Schindler der nächste Deutsche in der ersten Runde des World Matchplays verabschieden. Zwar ging der 29-jährige zunächst komfortabel gegen Gerwyn Price in Führung, verlor dann aber sein Momentum und den Vorsprung gegen die Nummer 7 der Welt. Zuvor setzte sich Ross Smith souverän mit 10:6 gegen Kevin Doets durch. Am Abend konnten zudem Rob Cross und Cameron Menzies den Einzug in die nächste Runde perfektionieren.

Der Ausgang dieser Partie wird Martin Schindler wohl noch ein paar Tage beschäftigen. Der letzte verbliebene Deutsche im Turnier erwischte einen ausgezeichneten Start gegen Gerwyn Price und lag schnell mit einer komfortablen 6:2-Führung vorne. Dann wechselte das Momentum jedoch kontinuierlich die Seite. Der Waliser spielte sich zurück und ging nach vier gewonnenen Legs infolge beim Stand von 9:8 erstmals selbst in Führung. 

Zum Match-Center: Gerwyn Price vs. Martin Schindler

In einer hart umkämpften Schlussphase fehlte Schinder dann die letzte Präzision. "The Iceman" machte seinem Namen alle Ehre und riss sich den fast sicher geglaubten Sieg noch aus Schindlers Fingerspitzen. Im Average lagen Schindler (90,69) und Price (93,88) sehr eng beieinander, doch "The Wall" traf mit 33% einfach zu selten den äußeren Ring, während sein Kontrahent fast jeden zweiten Versuch aufs Doppel verwertete.

Price wird in der nächsten Runde auf Rob Cross treffen. "Voltage" ließ dem leicht favoritisierten Danny Noppert beim 10:3 zum Abschluss des Abends keine Chance. Der Niederländer tat sich extrem schwer das Doppel zu treffen (27,27%) und konnte bis zum 0:5-Rückstand kein einziges Leg gewinne. Bei einem souveränen Average von 97,41 (vs. 91,80) und einer Doppelquote von stolzen 55,56% verlässt der 35-Jährige das Oche als verdienter Sieger. 

Zum Match-Center: Danny Noppert vs. Rob Cross

Smith souverän gegen Doets – Menzies überrascht

In der ersten Begegnung des Abend setzte sich Ross Smith ganz souverän gegen Kevin Doets durch. Direkt die ersten fünf Leg gingen an den Briten, der es besser als Schindler machte und sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen ließ. Da half dem Niederländer auch sein stolzer Average von 104,19 nicht weiter, denn Ross traf durchschnittlich ebenfalls dreistellig (100,55). 

Auch in der Doppelquoto unterschieden sich beide Spieler kaum und trafen knapp mehr als jeden Zweiten. Trotzdem gelang es Doets lediglich bis auf 8:6 ranzukommen, ehe die Nummer 15 der Welt die Partie zu machen konnte. 

Zum Match-Center: Ross Smith vs. Kevin Doets

Im Achtelfinale wird Smith nicht wie angenommen auf Landsmann Luke Humphries treffen, sondern auf Cameron Menzies. Der Schott setzte sich überraschen mit 7:10 gegen den Zweiten der Order of Merit durch. Nach einem ausgeglichenen Auftakt verlor "Cold Hand Luke" total seinen Flow und gab fünf Legs infolge ab.  

Von diesem Aussetzer konnte sich der 31-Jährige nicht mehr erholen. Im Average traf er (99,56) zwar knapp besser als sein Kontrahent (97,83), doch nicht einmal jeder Dritte Pfeil landete im äußeren Ring, wenn er darauf angewiesen war. Menzies hingegen kratze an der 50%-Marke. So schnell kann es manchmal im Darts gehen. 

Zum Match-Center: Luke Humphries vs. Cameron Menzies