French Open: Novak Djokovic kämpft sich nach Rückstand in Runde zwei

Auch im hohen Alter hat Novak Djokovic es noch drauf.
Auch im hohen Alter hat Novak Djokovic es noch drauf.REUTERS

Grand-Slam-Rekordgewinner Novak Djokovic ist mit einem umkämpften Sieg in die French Open gestartet. Der 39 Jahre alte Serbe rang in der Nightsession am ersten Turniertag den französischen Lokalmatador Giovanni Mpetshi Perricard (22) in knapp drei Stunden mit 5:7, 7:5, 6:1, 6:4 nieder und trifft nun in Valentin Royer auf einen weiteren Franzosen.

Gegen die Nummer 83 der Welt hatte Djokovic zunächst einen schweren Stand - nicht nur, weil das Publikum Mpetshi Perricard lautstark unterstützte. Bei seiner 82. Grand-Slam-Teilnahme, die ihm im Idealfall den 25. Majorsieg bringen soll, biss sich der Weltranglistenvierte aber ins Match.

"Ich finde es richtig, dass er Paris spielt. Nun durchs Spielen kommt man wieder zurück", sagte Deutschlands Tennisikone Boris Becker, der Djokovic jahrelang trainiert hatte, vor dem Match bei Eurosport und begründete: "Weil ich glaube, dass er schon ein bisschen auf Wimbledon schielt, auf die Rasensaison. Da sind meines Erachtens seine Titelchancen am größten."

Match-Center: Giovanni Mpetshi Perricard vs. Novak Djokovic

Statistiken: Djokovic vs. Mpetshi Perricard.
Statistiken: Djokovic vs. Mpetshi Perricard.Flashscore

Mögliches Zverev-Duell wartet

Djokovic gewann dreimal in Paris, dazu holte er 2024 auf der Anlage von Roland Garros Olympiagold. Seitdem wartet der Serbe allerdings auf einen großen Titel. Seit Jahren bereits konzentriert sich Djokovic angesichts seines fortschreitenden Alters auf wenige Highlights im Jahr. Gegen Mpetshi Perricard bestritt er erst sein elftes Match 2026 - davon entfielen allein sieben auf die Australian Open im Januar, bei denen er bis ins Finale vorstieß.

Djokovic ist nach der verletzungsbedingten Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz in Paris an Position drei gesetzt. In einem möglichen Halbfinale könnte er auf Deutschlands Topspieler Alexander Zverev treffen, diesen hatte er im Vorjahr in der Runde der besten acht deutlich geschlagen.

Nicht mehr fürchten muss Zverev, der am Sonntagnachmittag gegen Benjamin Bonzi glatt in drei Sätzen in Runde zwei eingezogen war, hingegen Taylor Fritz. Der US-Amerikaner, gegen den der Hamburger zuletzt sechsmal in Folge verloren hatte, unterlag überraschend seinem Landsmann Nishesh Basavareddy.