Laut des französischen Tennisverbands (FFT) würde es zu einem Spielstopp kommen, sobald die beiden Feuchtkugel-Thermometer auf der Anlage 32,2 Grad Celsius erreichen würden. Auch die beiden Hauptplätze Philippe-Chatrier und Suzanne-Lenglen wären dann betroffen, obwohl sie verschließbare Dächer haben.
Die Feuchtkugel-Temperatur (WBGT) ist ein Index, der misst, wie effektiv sich der menschliche Körper unter Hitze, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Wind abkühlen kann. Bei einer Luftfeuchtigkeit von weniger als 100 Prozent liefert sie einen niedrigeren Wert als ein normales Thermometer. Auf dem Gelände von Roland Garros befinden sich die beiden Messinstrumente auf dem Court Philippe-Chatrier und auf Platz 14 am westlichen Ende der Anlage.
Pause bei über 30 Grad
Sobald der WBGT-Wert vor Beginn eines Einzelspiels 30,1 Grad Celsius erreicht hat, haben die Spieler Anspruch auf eine 10-minütige Pause – vor einem möglichen dritten Satz bei den Frauen und vor einem möglichen vierten Satz bei den Männern. Auch bei Blitzschlag werden die Matches unterbrochen. Die Organisatoren richten sich bei ihrem Vorgehen nach den Grenzwerten der WTA- und ATP-Tour. Die WTA führte ihre erste Hitzeregel 1992 ein, die ATP übernahm Anfang dieses Jahres die neueste Version der Frauentour.
Bekannter für Probleme mit großer Hitze während des Turniers sind die Australian Open in Melbourne. In diesem Jahr ist es aber auch in Paris richtig heiß - und es soll die kommenden Tage so bleiben.
