"Das fühlt sich unglaublich an", sagte Noskova, "es war körperlich und mental so schwer, es ist so schwierig, den letzten Punkt zu holen." Muchova war die Enttäuschung deutlich anzumerken, sie kämpfte mit den Tränen. Dennoch gratulierte sie Noskova, ihrer "einstigen Freundin", wie sie scherzhaft sagte und auf dem Centre Court für einige Lacher sorgte.
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Noskova setzte damit die Erfolgsstory ihres Landes im All England Club fort. Seit 2023 ist sie die dritte Tschechin, die das bedeutendste Tennisturnier des Jahres gewann. Vor drei Jahren hatte Marketa Vondrousova triumphiert, zwölf Monate später jubelte dann Barbora Krejcikova. In Wimbledon folgt Noskova nun auf die Polin Iga Swiatek, die sich 2025 ihren ersten Titel im Londoner Südwesten gesichert hatte.

Mit ihrem ersten Major-Triumph darf sich Noskova, die im Vorfeld die Generalprobe in Berlin sowohl im Einzel als auch im Doppel gewonnen hatte und jetzt ihre überragende Rasensaison krönte, über ein Preisgeld von umgerechnet 4,22 Millionen Euro freuen. In der Weltrangliste steht sie am Montag auf Platz sieben.
Muchova verpasste derweil in ihrem zweiten Grand-Slam-Finale wieder den großen Erfolg. 2023 hatte sie das Endspiel bei den French Open verloren. Die 29-Jährige, die sich in den Wochen vor Wimbledon in Bad Homburg durchgesetzt hatte, kassiert immerhin ein Preisgeld von rund 2,11 Millionen Euro und klettert im Ranking von Platz neun auf Rang sechs.
Noskova bricht in Satz zwei ein
Um 17.00 Uhr Ortszeit betraten die Tschechinnen den Centre Court - und zunächst ließen Noskova und Muchova, die 2024 bei den Olympischen Sommerspielen in Paris gemeinsam im Doppel für ihr Land gespielt hatten, bei eigenem Aufschlag nichts zu. Im vierten Spiel boten sich der acht Jahre jüngeren Noskova dann aber gleich mehrere Breakchancen, wovon sie die zweite mit einer krachenden Rückhand eiskalt ausnutzte.
Nach dem bis dahin besten Ballwechsel des Spiels lag Noskova schnell 4:1 vorne. Muchova versuchte alles, doch viel wollte nicht klappen. Mit dem Satzverlust vor Augen wehrte sie gleich vier Breakbälle ihrer Gegnerin ab, den fünften verwandelte Noskova dann mit einem traumhaften Lob.
In Satz zwei stemmte sich Muchova gegen die drohende Niederlage. Und als es auf die Entscheidung zuging, zeigte Noskova tatsächlich Anzeichen von Nervosität, vergab gleich fünf Matchbälle – es ging in den Entscheidungssatz. In diesem verwandelte Noskova dann aber schließlich ihren sechsten Matchball.
