Indian Wells 2024: Auf diese zehn Spieler ist die Aufmerksamkeit gerichtet

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Indian Wells 2024: Auf diese zehn Spieler ist die Aufmerksamkeit gerichtet
Aktualisiert
Alex de Minaur (l.) und Jannik Sinner (r.) könnten bei den Indian Wells Hauptprotagonisten sein
Alex de Minaur (l.) und Jannik Sinner (r.) könnten bei den Indian Wells Hauptprotagonisten sein
AFP
Die Tennissaison 2024 geht auf seinen ersten US-Swing. Die Indian Wells starten ab Mittwoch, dem 6. März, nach einer längeren Pause auf größter Bühne des Sports. Im Karussell der besten Athleten gibt es einige Fragezeichen und viele Mitfavoriten auf den ersten Masters-Titel der Saison. Denn einige der größeren Namen kehren erstmals seit Januar oder Februar zurück auf das Parkett. Andere werden ihre starken Leistungen aus den letzten Wochen bestätigen wollen. Flashscore wirft einen Blick auf die zehn interessantesten Namen bei Indian Wells 2024

Jannik Sinner: Der neue Dominator?

Nach seinem brillanten Gewinn bei den Australien Open, dem ersten Grand Slam in seiner Karriere, hat Jannik Sinner auch im Februar nicht nachgelassen. Nicht ganz so souverän, aber mit ein und derselben demütigen Herangehensweise sicherte sich der italienische Superstar auch den Sieg beim ATP 500er-Turnier in Rotterdam.

Sinner ist nach 12 Siegen im neuen Jahr damit nach wie vor ungeschlagen - und gilt nach kleiner Verschnaufpause in der Schlussphase des Februars als Topfavorit bei den BNP Paribas Open 2024.

Sebastian Baez: Mit zwei Titeln im Gepäck zu Ambitionen

Ein Name, der wahrscheinlich nicht unbedingt auf der Favoritenliste zu finden ist, ist der von Sebastian Baez. Speziell nach seiner Darbietung in der dritten Runde der Australien Open, als er gegen Sinner mit nur vier gewonnenen Games nach Hause geschickt wurde. Dabei hat der Argentinier gerade eben erst seinen ersten Titel der 500er-Kategorie in Rio de Janeiro gewonnen - und dabei seinen Finalgegner Mariano Navone mit 6:2 und 6:1 geradezu überrollt.

Nur eine Woche später legte er in Santiago de Chile mit dem nächsten Titel nach, seinem insgesamt sechsten auf der ATP-Tour. Damit unterstreicht der 23-Jährige seine exzellente Form. Nun ist Baez zugegebenermaßen ein Sandplatzspezialist. Auch die beiden Titel der vergangenen Wochen, die ihn im ATP-Ranking erstmals in die Top-20 hievten, schnappte er sich auf seinem Lieblingsbelag.

Dass Baez allerdings auch auf Hartplatz und in den USA kann, bewies er erst im August letzten Jahres, als er Jiri Lehecka im Finale von Winston-Salem in zwei Sätzen besiegte.

Rafael Nadal: Das große Fragezeichen

Auf einen Champion sind alle Fans in Indian Wells natürlich besonders gespannt: Rafael Nadel, der 2024 wohl seine letzte Saison als Profi spielt. In der Wüste Kaliforniens feierte der 37-Jährige in der Vergangenheit große Erfolge, gewann das Turnier insgesamt dreimal und weist mit einer Bilanz von 50-9 die beste Siegquote in der Geschichte auf.

Vor dem Einsatz im Jahr 2024 steht natürlich abermals ein großes Fragezeichen. So musste Nadal nach Teilnahme an den Brisbane Open bereits die Australien Open im Januar absagen. Auch sein geplantes Comeback bei den Doha Open Mitte Februar konnte der Spanier nicht wahrnehmen.

Immerhin spielte Nadal am Sonntag in einem Exhibition Match gegen Carlos Alcaraz - und zeigte sich bei der knappen Niederlage im Match Tiebreak auf Augenhöhe mit seinem Landsmann. Der 22-fache Grand Slam-Sieger fühle sich "viel besser als erwartet", so das Fitness-Update nach dem Netflix-Showmatch in Las Vegas.

Eine Aussage, die Nadal-Fans große Hoffnung geben wird. Zum einen für den US-Swing, der in dieser Woche beginnt. Darüber hinaus aber auch für die Sandplatz-Saison, die im April startet und ihren Höhepunkt in den French Open vom 20. Mai bis 9. Juni findet. Dort will Nadal nämlich nach seinem 15. Sieg greifen.

Alex de Minaur: Mit stetiger Entwicklung in die Elite

Aufgrund der Resultate in den vergangenen Monaten darf auch Alex de Minaur auf dieser Liste nicht fehlen. Der Australier ist eine wahre Kämpfernatur und gilt auch für die Topstars als extrem unangenehmer Gegner.

De Minaur, der mittlerweile auch Top-10-Spieler ist, gewann jüngst das Hartplatzturnier der ATP 500er-Serie in Acapulco, und besiegte auf dem Weg dorthin der Reihe nach Stefanos Tsitsipas, Jack Draper und im Finale Casper Ruud. Es war sein erster Turniersieg nach exakt einem Jahr, nachdem er das Event in Mexiko bereits im Vorjahr gewonnen hatte.

Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der 25-Jährige für gewaltige Konstanz steht. Im Finale von Rotterdam im Februar wurde er erst von Sinner im Finale gestoppt, bei den Australien Open wurde er im Achtelfinale von Andrej Rublev in fünf Sätzen niedergerungen.

Mit der aktuellen Form könnte er bei den Paribas Open auch erstmals an einem Titel der ATP 1000er-Kategorie schnuppern. Zuzutrauen wäre es ihm mit Sicherheit.

Alexander Zverev: Mit welcher Form reist die deutsche Nummer eins an?

Auch die Rückkehr unseres Alexander Zverev darf man mit großer Spannung erwarten. Der Hamburger musste nach 2:0-Satzvorsprung im Halbfinale gegen Medvedev mit gebrochenem Herzen aus Australien abreisen. 

Auch seine letzten Performances in Los Cabos, als er am späteren Sieger Jordan Thompson scheiterte, sowie bei der Niederlage in der ersten Runde von Acapulco gegen Daniel Altmaier waren eher weniger überzeugend.

Medvedev war übrigens auch die Endstation bei den Indian Wells Open im letzten Jahr. Auch hier gewann Zverev den ersten Satz, musste sich im Achtelfinale eines aus neutraler Sicht epischen Matches aber am Ende in drei geschlagen geben.

Dass Zverev die Fähigkeiten besitzt, sich aus einem mentalen Loch zu befreien, hat er schon mehrfach bewiesen. Das Turnier in Kalifornien könnte genau der richtige Moment sein, um mal wieder ein Ausrufezeichen auf der Tour zu setzen. Denn bisher kam er hier nie über das Viertelfinale hinaus.

Andrej Rublev: Der erste Auftritt nach dem Tag X

Andrej Rublev beherrschte die Schlagzeilen der Tenniswelt in den letzten Tagen, unfreiwillig. Nachdem er einen Linienrichter beschimpft hatte, wurde er während der Schlussphase vom Halbfinale in Dubai disqualifiziert. Viel zu hart, wie viele meinen.

Nach Einspruch gegen den Rausschmiss von Seiten des Spielers darf er immerhin das Preisgeld und die Ranking-Punkte des Turniers behalten. Spannend wird jedoch zu sehen sein, wie der 26-Jährige, der bekannt für seine labile Natur ist, den Vorfall mental wegsteckt.

Nach einem starken Schlussspurt in 2023, als er das Finale von Shanghai und das Halbfinale von Paris erreichte, wird er mit den jüngsten Ergebnissen nicht zufrieden sein. Sowohl bei den Australien Open, als auch in Rotterdam und Katar war jeweils im Viertelfinale Schluss. Das beste Ergebnis in Indian Wells stammt aus dem vorletzten Jahr, als er im Halbfinale am späteren Sieger Taylor Fritz scheiterte.

Novak Djokovic: Rekord vor Augen - Sinner im Kopf

Wie hat sich der große Dominator der letzten Jahre von der herben Halbfinal-Schlappe der Australien Open im eigenen Wohnzimmer von Melbourne gegen Jannik Sinner erholt?

Novak Djokovic würde mit Sicherheit nicht in die Wüste reisen, wenn er nicht überzeugt davon wäre, bei den Paribas Open auch gewinnen zu können. Ein Triumph würde den sechstes Titel bedeuten. Damit wäre er alleiniger Rekordhalter vor Roger Federer mit aktuell fünf Erfolgen. Nach drei Niederlagen in den letzten vier Aufeinandertreffen mit Sinner ist Djokovic aber angeknockt - und gilt bei einem Hartplatz-Turnier erstmals seit ewiger Zeit nicht als Hauptfavorit.

Am Samstag stimmte sich der "Djoker" schon einmal auf sportliche Wochen in den Vereinigten Staaten ein, als er die Denver Nuggets beim NBA-Spiel gegen die Lakers besuchte. Seit den Australien Open war der Serbe nicht mehr im Einsatz. Wir hoffen auf Djokovic in Bestform, der um den Titel mitspielt.

Alexander Bublik: Bruder Leichtfuß in guter Form

Ein weiteres "Dark Horse" ist Alexander Bublik, der wie Baez in den letzten Wochen mit guten Resultaten auf sich aufmerksam machen konnte. Die Frohnatur aus Kasachstan schnappte sich den Titel in Marseille Anfang Februar. In Dubai musste er sich im Finale lediglich Ugo Humbert geschlagen geben.

Bei Masters-Turnieren hat es bisher noch nicht geklappt für den 26-Jährigen. Zwei Viertelfinals in Madrid und Miami waren auf dieser Ebene die besten Resultate, in Indian Wells stand er bisher noch nicht einmal im Achtelfinale. Nach dem jüngsten Formanstieg ist ihm dieses und mehr bei den Turnieren in den Vereinigten Staaten aber definitiv zuzutrauen.

Carlos Alcaraz: Titelverteidiger und Sorgenkind

Ist der Sieg gegen Nadal der Startschuss zu einem Neuanfang für das Sorgenkind der Tennisszene? Der Aufstieg von Carlos Alcaraz im Jahre 2022 schlug so schnell und gewaltig ein wie seine Formkrise, die mittlerweile seit dem grandiosen Wimbledon-Triumph im vergangenen Jahr anhält.

Nach dem größten Sieg in seiner Karriere über Djokovic im Finale der All England Lawn Tennis Championships konnte der 20-Jährige nämlich kein weiteres Turnier mehr gewinnen - trotz unzähliger Versuche. Die Szene rätselt seit Monaten, woran es liegt, dass das Multi-Talent seine Fähigkeiten nicht mehr regelmäßig auf den Platz bekommt.

Tatsächlich sind Experten sich einig, dass Sinner den Spanier mittlerweile überholt hat und ihm in der Entwicklung sogar meilenweit voraus ist. Eine Tatsache, die der Mann aus El Palmar mit einem Turniersieg auf der Masters-Ebene schnell revidieren könnte.

Sollte er seine Verletzungssorgen hinter sich lassen und sich wieder auf seine Stärken besinnen können, ist Alcaraz natürlich ein Mitfavorit in Indian Wells. Immerhin reist er bei seiner vierten Teilnahme als Titelverteidiger an. 2023 ließ er Medvedev beim 6:3 6:2 im Finale keine Chance.

Taylor Fritz: Der Lokalmatador und Ex-Champion

Zu guter Letzt wäre da noch Taylor Fritz, der das Turnier 2022 für sich entscheiden konnte. Seit Andre Agassi im Jahr 2001 war er der erste amerikanische Gewinner. Es war darüber hinaus der bisher einziger Master-Titel von Fritz, der damals im Finale auch von einem angeschlagenen Nadal profitierte.

Die aktuelle Saison läuft für den 26-Jährigen einigermaßen zufriedenstellend. Nach dem Aus bei den Australien Open im Viertelfinale gegen Djokovic sicherte er sich im Februar in Delray Beach den ersten Titel des Jahres. In Acapulco war allerdings direkt in der ersten Runde Schluss.

Die Form von Fritz ist daher schwer einzuschätzen. Doch wir gehen davon aus, dass er für die US-Tour in guter Verfassung antreten wird. Mit dieser kann er sicher ein Wörtchen um die Halbfinal-Plätze mitreden. 

Heik Kölsch, Editor in Chief
Flashscore