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US Open: Potapova trifft auf tschechisches Top-Talent

US Open: Potapova trifft auf tschechisches Top-Talent
US Open: Potapova trifft auf tschechisches Top-TalentMathias Schulz / Zuma Press / Profimedia

Für Anastasia Potapova beginnt am Dienstag ein weiteres neues Kapitel. Nach ihrem Nationenwechsel zu Jahresbeginn tritt die 25-Jährige erstmals als Österreicherin bei den US Open an. Ihre Gegnerin in der ersten Runde ist Tereza Valentova. Gespielt wird als zweite Partie auf Court 5 – unmittelbar nach dem Duell von Filip Misolic mit Francisco Cerundolo.

Potapovas starke Saison begann ausgerechnet in Österreich

Anastasia Potapova hat 2026 bereits eine bemerkenswerte Aufholjagd in der Weltrangliste hinter sich. Anfang April war sie bis auf Rang 97 zurückgefallen. Wenige Monate später steht sie wieder unmittelbar vor ihrem bisherigen Karrierehoch von Position 21.

Der Wendepunkt kam beim WTA-500-Turnier in Linz. Bei ihrem ersten Einzelauftritt in Österreich seit dem Nationenwechsel spielte sich Potapova bis ins Finale. Dort gewann sie gegen Mirra Andreeva den ersten Satz klar mit 6:1, musste sich am Ende aber mit 6:1, 4:6, 3:6 geschlagen geben. Zuvor hatte sie unter anderem Lilli Tagger und Donna Vekic bezwungen.

Nur wenige Wochen später folgte der nächste große Lauf. In Madrid schaffte Potapova als erste Lucky Loserin überhaupt den Einzug in ein WTA-1000-Halbfinale. Auf dem Weg dorthin schlug sie unter anderem Jelena Ostapenko, Elena Rybakina und Karolina Pliskova. Erst Marta Kostyuk stoppte sie in der Vorschlussrunde.

Auch bei den French Open setzte sie ein Ausrufezeichen. Potapova warf in der dritten Runde Titelverteidigerin Coco Gauff mit 4:6, 7:6, 6:4 aus dem Turnier und erreichte das Achtelfinale. Es war gemeinsam mit Roland Garros 2024 ihr bislang bestes Grand-Slam-Ergebnis.

 

 

Die unmittelbare Vorbereitung auf New York verlief dagegen durchwachsen. In Washington besiegte Potapova Venus Williams, ehe sie Diana Shnaider klar unterlag. In Toronto folgten ein Sieg gegen Elena-Gabriela Ruse und eine deutliche Niederlage gegen Elina Svitolina. Beim letzten Test in Cincinnati war bereits nach der ersten Partie gegen Sloane Stephens Schluss. Dort unterliefen Potapova beim 2:6, 4:6 gleich neun Doppelfehler.

Valentova längst mehr als nur ein Talent

Unterschätzen darf Potapova ihre Gegnerin dennoch keinesfalls. Tereza Valentova ist erst 19 Jahre alt, hat den Sprung in die erweiterte Weltspitze aber bereits geschafft. 2024 gewann die Tschechin bei den French Open sowohl den Juniorinnen-Einzel- als auch den Doppeltitel. Schon ein Jahr später stand sie als Qualifikantin in Osaka erstmals in einem WTA-Finale.

Auch 2026 ging die Entwicklung weiter. Bei den Australian Open gewann Valentova erstmals zwei Matches bei einem Grand Slam und erreichte die dritte Runde. Dort war gegen die spätere Turniersiegerin Rybakina mit 2:6, 3:6 Endstation. Bei den French Open lieferte sie Magda Linette zum Auftakt einen beinahe dreistündigen Kampf, ehe sie im Tiebreak des dritten Satzes unterlag.

Im Sommer erreichte Valentova vor heimischem Publikum das Halbfinale von Prag. Auf dem Weg dorthin bezwang sie unter anderem Maya Joint und Marie Bouzkova, gegen die sie einen engen Dreisatz-Krimi für sich entschied. Erst Daria Snigur stoppte ihren Lauf.

Auf den nordamerikanischen Hartplätzen fehlte bislang allerdings die Konstanz. In Kanada verlor Valentova zum Auftakt gegen Taylor Townsend. In Cincinnati gewann sie zunächst gegen Mary Stoiana und verlangte anschließend Svitolina alles ab. Nach gewonnenem ersten Satz verlor die Tschechin jedoch noch mit 6:3, 6:7, 0:6.

Erfahrung gegen Unbekümmertheit

Potapova und Valentova stehen einander zum ersten Mal gegenüber. Für die Österreicherin spricht vor allem die größere Erfahrung auf Grand-Slam-Niveau. Potapova bestreitet bereits ihre siebenten US-Open. Ihr bislang bestes Ergebnis in New York gelang ihr 2024 mit dem Einzug in die dritte Runde. Im Vorjahr war gegen Andreeva in Runde zwei Schluss. Valentova gibt hingegen ihr Debüt im Hauptbewerb von Flushing Meadows.