Fery verzückt die heimischen Fans im Tennismekka Wimbledon. Dank seines nervenaufreibenden Fünfsatzsieges auf dem Centre Court gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov steht die Nummer 114 der Weltrangliste sensationell im Viertelfinale - und die Insel Kopf. "Un-Fer-Gettable" titelte die Boulevardzeitung The Sun, und auch die eigentlich so distinguierten Herrschaften im Stadtteil SW19 ließen sich angesichts des Hypes zu einem Wortspiel hinreißen: "The Fery-Tale continues." Das Märchen geht weiter.
Fery erblickte in Sèvres, einer Gemeinde vor den Toren von Paris, das Licht der Welt. Das Tennis wurde ihm quasi in die Wiege gelegt, Mama Olivia spielte einst selbst und stand 1991 im Doppel in der ersten Runde der French Open. Sein Vater ist der millionenschwere Loic Fery, heute Präsident des französischen Erstligisten FC Lorient.
Nun gegen Cobolli
Früh zog es die Familie nach London, Arthur Fery wuchs "fünf Minuten die Straße runter" von Wimbledon auf. Schon als junger Bursche besuchte er immer wieder den All England Club, wo er nun als letzter Brite im Turnier eine magische Reise erlebt.
Zum Match-Center: Cobolli vs. Fery
Im Viertelfinale trifft Fery, der eine Wildcard für das Hauptfeld erhalten hatte, am Mittwoch auf den italienischen French-Open-Finalisten Flavio Cobolli. Und auch dann wird ihm die Unterstützung der britischen Fans sicher sein. "All aboard the Fery!" rufen sie immer wieder während seiner Matches, "alle auf die Fähre!" Und imitieren anschließend ein lautes Schiffshorn.
