Die Gegner auf dem Platz würden Zverev, der vor gut einem Monat bei den French Open den ersten Grand-Slam-Sieg seiner Karriere gefeiert hatte, nun anders begegnen. "Wenn man auf den Platz geht, ist in deren Kopf: Verdammt, ich spiele jetzt gegen einen Grand-Slam-Sieger", sagte der 57-Jährige. Stich hatte 1991 im deutschen Finale gegen Boris Becker seinen ersten und einzigen Titel bei einem der größten vier Turniere gewonnen.
Zverev gehöre nun "zu einer sehr kleinen Gruppe von Spielern, die etwas Außergewöhnliches erreicht haben". Ob der Hamburger besser spielt als vor dem Triumph, sei für seinen neuen Status zweitrangig. Vor allem gehe es um den mentalen Faktor. "Auch wenn er vor dem Titel genauso gut Tennis gespielt hat wie danach: Es macht etwas mit den Konkurrenten – und mit einem selber ja auch", sagte Stich.
