Das erste Statement hat Alexander Zverev in New York bereits gesetzt – zumindest modisch. Im an den Ärmeln tief ausgeschnittenen weißen Tanktop und mit weinroter Hose betrat der Hamburger gut gelaunt den Trainingsplatz.
Er schlug fleißig ein paar Bälle mit seinem Trainingspartner Karen Khachanov. Der Fokus des Hamburgers liegt freilich auf einen mögllichen Titelgewinn bei den US Open. Zverev befindet sich auf der Jagd nach seinem zweiten Grand-Slam-Titel.
Satt ist der 29-Jährige noch lange nicht. "Wenn du einen gewonnen hast, willst du mehr gewinnen, du willst weitermachen und immer dein bestes Tennis spielen", sagte Zverev, der sich bei den French Open im Frühsommer seinen Karrieretraum erfüllt hatte.
Bereits am Wochenende stellte Zverev klar, dass er irgendwann in die Hallf of Fame des Tennissports aufgenommen werden möchte.
In New York heißt der Auftaktgegner Lorenzo Sonego. Alle sechs bisherigen Duelle mit dem Italiener konnte der Weltranglistenzweite für sich entscheiden.
Match-Center: Zverev vs. Sonego
Titelfavorit?
Zverev wird in der zweiten Partie der Night Session zum ersten Mal in seiner beeindruckenden Karriere ein Grand-Slam-Match als topgesetzter Spieler bestreiten.
Die Absage des Weltranglistenersten Jannik Sinner machte es möglich. "So eine Setzliste zeigt, dass du gut gespielt hast, aber das Wichtigste ist, welcher Name nach dem Finale oben steht", so Zverev.

Der Weg zum großen Triumph ist lang, aber er scheint ähnlich wie schon bei den Frech Open geebnet für Zverev. Angstgegner Sinner? Aufgrund von Knieproblemen eben gar nicht dabei. Carlos Alcaraz? Zuletzt lange verletzt und ohne Spielpraxis. Und Novak Djokovic? Nach Problemen mit der Gesundheit schon ausgeschieden.
Ist Zverev deshalb in Flushing Meadows der Favorit? Ja, sagen viele Experten. Nicht unbedingt, glaubt der Deutsche. Erstmal, sagte er, sei er einer von 128 Spielern im Hauptfeld, die alle das Turnier gewinnen können.
