Zum Hauptinhalt springen

Verstoß gegen Doping-Regeln: Ermittlungen im Fall Freigang dauern noch an

Freigang droht eine jahrelange Strafe
Freigang droht eine jahrelange StrafeMARC SCHULER / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Das Verfahren im "Fall Laura Freigang" dauert kurz vor dem Pflichtspielauftakt von Eintracht Frankfurt nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) noch an. Die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses seien "aufgrund des umfangreichen Sachverhalts und der komplexen medizinischen und rechtlichen Fragestellungen sehr zeitintensiv", teilte der DFB auf SID-Anfrage mit.

Es würden im "Interesse aller Beteiligter Sorgfalt und Gründlichkeit vor Schnelligkeit" gehen, führte der Verband aus, zudem müssten auch immer rechtliche Fristen eingehalten werden.

Meldeversäumnisse sehen lange Sperre vor

Seit Anfang Juni liegt die Causa beim DFB, zuvor hatte die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) drei Meldeversäumnisse im Zusammenhang mit Dopingkontrollen innerhalb von zwölf Monaten bekannt gegeben.

Nach Prüfung der Unterlagen habe der DFB-Kontrollausschuss "ein entsprechendes Verfahren gegen die Spielerin eingeleitet. Dieser wurde zunächst Gelegenheit gegeben, zu dem Vorgang eine schriftliche Stellungnahme abzugeben", erklärte der Verband zum Vorgehen seither.

Freigang während einer Trainingseinheit mit dem DFB-Team
Freigang während einer Trainingseinheit mit dem DFB-TeamDANIEL LOB / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Wann eine mögliche Entscheidung durch die unabhängigen Rechtsinstanzen des DFB erfolge, sei "momentan noch rein spekulativ". Bei drei "Strikes" ist als Strafmaß eine Sperre von bis zu zwei Jahren vorgesehen.

Freigang spricht von "Missverständnissen"

Laura Freigang selbst sprach von "Missverständnissen". Für die Kapitänin von Eintracht Frankfurt und ihren Klub steht am Mittwoch (19Uhr) der Start in die Champions-League-Qualifikation gegen Omonia Nikosia an. Dabei ist Freigang fest eingeplant.

"Laura Freigang ist bis zu einem möglichen Urteil ein fester Bestandteil unseres Kaders, eine wichtige Führungsspielerin und wird bis dahin selbstverständlich auch für uns in Pflichtspielen zum Einsatz kommen", sagte Eintracht-Direktorin Katharina Kiel auf SID-Anfrage: "Als Klub stehen wir hinter Laura und sie erhält von uns im Rahmen unserer Möglichkeiten die maximale Unterstützung."

Match-Center: Eintracht vs. Omonia