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Historische Premiere: ÖVV-Frauen starten gegen Serbien in die EM

Die ÖVV-Frauen wollen bei der EM überraschen
Die ÖVV-Frauen wollen bei der EM überraschenČTK / imago sportfotodienst / Alexander Franzen / SPP

55 Jahre nach dem letzten EM-Auftritt kehren Österreichs Volleyballerinnen auf die große europäische Bühne zurück. Zum Auftakt wartet mit Serbien gleich die Nummer eins des CEV-Rankings. Libera Eva Stabentheiner spricht vom „größten Highlight“ ihrer Karriere.

Österreichs Volleyballerinnen stehen vor einem historischen Moment. Bei der EuroVolley 2026 in Brünn bestreitet das ÖVV-Team erstmals seit 55 Jahren wieder ein EM-Spiel. Noch bedeutender: Erstmals überhaupt hat sich eine österreichische Frauen-Auswahl auf sportlichem Weg für eine Europameisterschaft qualifiziert.

Zum Auftakt wartet mit Serbien allerdings die größtmögliche Herausforderung. Der EM-Finalist von 2023 führt aktuell das CEV-Ranking an und hat mit Tijana Bošković eine der besten Volleyballerinnen der Welt in seinen Reihen.

Zum Matchcenter: Österreich - Serbien

Auch medial wird die Partie zur Premiere. Erstmals wird ein Länderspiel des österreichischen Frauen-Nationalteams live in ORF 1 übertragen.

Von Serbien bis Bulgarien

Leichter wird es für Österreich auch nach dem Auftakt nicht. Bereits einen Tag später geht es gegen Gastgeber Tschechien, die Nummer elf im CEV-Ranking. Danach folgen die Ukraine (8.), Griechenland (20.) und Bulgarien (21.). Österreich geht als Nummer 24 des Rankings als Außenseiter in die Gruppe. Die besten vier der sechs Teams erreichen das Achtelfinale.

Für Libera Eva Stabentheiner ist allein die Teilnahme ein Karrierehöhepunkt. „Die Qualifikation für die Europameisterschaft mit der Nationalmannschaft ist das bisher größte Highlight in meiner Karriere“, erklärt die 27-Jährige. „Das eigene Land auf solch einer großen Bühne vertreten zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes.“

Besonders dem Duell mit Gastgeber Tschechien blickt Stabentheiner entgegen. In Brünn wird eine volle Halle erwartet. „Ich persönlich habe wahrscheinlich noch nie vor so vielen Leuten gespielt. Deshalb freue ich mich auf ein paar Gänsehautmomente.“

„Wir haben nichts zu verlieren“

Trotz der schwierigen Ausgangslage reist Österreich nicht nach Brünn, um lediglich dabei zu sein. Stabentheiner verweist auf die Entwicklung der Mannschaft und sieht durchaus Möglichkeiten für Überraschungen.

„Unsere Gruppengegner sind auf dem Papier in der Favoritenrolle. Im Sport ist aber immer alles möglich“, sagt die Libera. Entscheidend sei, dass sich Österreich als kämpferische Einheit präsentiert.

Die Marschroute für die historische EM bringt Stabentheiner schließlich auf einen einfachen Nenner: „Wir haben Respekt vor unseren Gegnern, aber keine Angst. Wir haben nichts zu verlieren.“