DSV offen für Diskussionen
"Wir stehen einem zusätzlichen WM-Zyklus grundsätzlich offen gegenüber, sehen aber durchaus kritische Punkte, die in einer solchen Entscheidung sorgfältig abgewogen werden müssen. Von der sportlichen Wertigkeit und der Wirtschaftlichkeit bis hin zu den Auswirkungen auf den Weltcup und den ohnehin anspruchsvollen internationalen Kalender", sagte DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach dem SID.
Man solle "Alpin und Nordisch nicht zwangsläufig über einen Kamm scheren, da die wirtschaftlichen, medialen und vermarktungsbezogenen Rahmenbedingungen unterschiedlich sind", sagte Schwarzbach: "Entscheidend ist für uns daher der tatsächliche Mehrwert für den Skisport insgesamt. Eine zusätzliche Weltmeisterschaft kann Chancen bieten, sollte aber nicht lediglich zusätzliche Belastungen für Athleten, Veranstalter und Verbände erzeugen."
Konsequenz für Schwarzbach: "Deshalb halten wir es für wichtig, das Konzept der FIS auf Basis belastbarer sportlicher und wirtschaftlicher Analysen offen und sachlich weiter zu diskutieren."

Revolution aus ÖSV-Sicht "nicht sinnvoll"
Österreichs Skiverband stellte klar, dass er das geplante Modell eines nahezu jährlichen WM-Zyklus "aus sportlicher und strategischer Sicht" für "nicht sinnvoll" erachte: "Eine nahezu jährliche Austragung birgt aus ÖSV-Sicht die große Gefahr einer Inflationierung und damit einer schleichenden Entwertung des sportlichen Stellenwerts einer Weltmeisterschaft und eines WM-Titels."
Die Österreicher befürchten eine Entwertung der Weltcups, in denen der ÖSV mit Topveranstaltungen wie den Alpin-Rennen in Kitzbühel und Wengen oder den Tourneespringen vertreten ist: "Wenn es in nahezu jeder Saison entweder Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften gibt, besteht die Gefahr, dass die Bedeutung einzelner Weltcup-Saisonen und Weltcup-Veranstaltungen geschwächt wird."
