Wie der SID berichtet, ist es das Ziel von Jürgen Klopp, sich in einem kurzen Zeitraum von möglichst vielen Spielern ein Bild zu machen. Ein XXL-Kader könnte die Folge sein. Das Problem allerdings: Klopp darf für jedes der vier anstehenden Nations-League-Duelle in der ungewöhnlich langen Abstellungsperiode nur 20 Feldspieler und drei Torhüter nominieren.
Dass Klopp über diese 23 hinausgehen wird, gilt als sicher. Er müsste somit jeweils einige Spieler aus dem Kader streichen. Sky berichtet sogar von einem "Gedankenspiel" mit einem A- und einem B-Kader – und einem Wechsel nach den ersten beiden Spielen. Die Bild rechnet mit bis zu 40 Nominierten, was viel Raum für Experimente bieten würde.
Bei seiner ersten Pressekonferenz als Bundestrainer sprach Klopp noch von 57 Feldspielern, die das Potenzial fürs DFB-Team hätten. Jeder Profi mit deutschem Pass sei dazu aufgefordert, sich mit Leistung zu bewerben.

Viele Debütanten – aber kein Undav
Das außergewöhnliche Experiment könnte einigen Debütanten gelegen kommen. Newcomer wie Maurice Krattenmacher von der SV Elversberg oder dessen Teamkollege Felix Keidel könnten zum Aufgebot gehören. Auch Paris Brunner von der AS Monaco, Nicolò Tresoldi aus Brügge oder Bayern-Profi Tom Bischof gelten als Kandidaten. Selbst über eine Nominierung von Zweitliga-Profi Rafael Pinto Pedrosa vom Karlsruher SC wurde bereits spekuliert
Der Kaderstamm wird aber höchstwahrscheinlich weiterhin aus WM-Fahrern bestehen, auch wenn es Rücktritte (Neuer, Antonio Rüdiger) und Verletzungen bzw. Formschwächen (Leon Goretzka, Nick Woltemade, Leroy Sané) gibt. Fehlen sollen Deniz Undav und Oliver Baumann.

