Für Gesprächsstoff abseits des Platzgeschehens sorgte unterdessen die WSG Tirol: Weil sich die beiden Tiroler Klubs das Tivoli-Stadion teilen mussten, steht es um den dortigen Rase gar nicht gut. Salzburg und Rapid taten sich gegen kompakt verteidigende Gegner schwer, konnten aber wichtige Siege einfahren. So brachte die erste Runde der ADMIRAL Bundesliga direkt reichlich Stoff für so manche Tops und Flops!
TOP – LASK legte einen souveränen Start hin
Der Titelverteidiger ließ von der ersten Minute an keinen Zweifel daran, wer auf der Linzer Gugl das Sagen hatte. Der LASK setzte den GAK von Beginn an unter Druck und zwang Grazer-Keeper Cican Stankovic zu mehreren Paraden, ehe Samuel Adeniran in der 23. Minute nach einem Angriff über rechts zum 1:0 einschob. Nur wenig später erhöhte Adeniran per Elfmeter nach einem Foul von Donovan Pines auf 2:0 (28.).
Auch nach der Pause blieb der LASK das dominantere Team. Christoph Lang setzte in der 79. Minute mit einem präzisen Schuss ins rechte Eck den Schlusspunkt zum 3:0-Auftaktsieg. Der GAK blieb über weite Strecken harmlos und fand gegen die zweikampfstarken Linzer kein Mittel.
„Der LASK war vom ersten Moment präsent und gewann praktisch alle Zweikämpfe, was irgendwann demoralisierend wirkt", gab GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer nach der Partie unumwunden zu. Ein Statement zum Saisonstart und eine klare Ansage an die Konkurrenz.
FLOP – Austria Wien mit massivem Fehlstart
Was für den LASK der Idealstart war, wurde für die Austria zum Alptraum. Beim Wolfsberger AC geriet das Team der Veilchen früh unter Druck und fand gegen das aggressive Pressing der Kärntner kein Rezept. Giacomo Vrioni brachte den WAC nach einem Handelfmeter in der 18. Minute in Führung, ehe Aaron Sky Schwarz gleich nach dem Seitenwechsel auf 2:0 erhöhte (49.).
Der endgültige K.o. folgte in der 63. Minute: Nach einem Foul von Einwechselspieler Boateng im Strafraum verwandelte Vrioni seinen zweiten Elfmeter des Tages zum 3:0-Endstand. Erst spät kam bei der Austria noch etwas Leben in die Partie – Hettwer, Deshishku und Verhounig vergaben allesamt gute Chancen, ehe der Schlusspfiff die Niederlage besiegelte.
Drei Gegentore, kein eigener Treffer, keine Reaktion bis zur Schlussphase - ein bitterer Fehlstart, bei dem die Austria laut Eggestein mit einem 0:3 sogar noch gut bedient war.
TOP – Austria Lustenau mit mutigem Auftakt gegen Ried
Zurück in der Bundesliga, und gleich mit einem Punktgewinn: Austria Lustenau erkämpfte sich gegen die SV Ried ein 1:1 und damit den ersten Bundesliga-Punkt der Vorarlberger seit zwei Jahren. Die Hausherren starteten engagiert, ehe Dominik Weixelbraun einen Angriff über die linke Seite in der 26. Minute per Volley zur Führung verwertete.
Ried ließ sich davon nicht beeindrucken und schlug postwendend zurück: Yussef Nasrawe überraschte Lustenaus Keeper mit einem satten Fernschuss zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit hielt ein rund fünfminütiger VAR-Check nochmals die Spannung hoch – ein vermeintliches Ried-Tor wurde wegen einer Abseitsstellung von Vorlagengeber Eghosa zurückgenommen.
Lustenau ließ später noch eine Doppelchance auf den Siegtreffer liegen, Ried vergab seinerseits zwei gute Gelegenheiten. Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 1:1 – und einem selbstbewussten Bundesliga-Comeback, das Mut für die kommenden Wochen machte.
FLOP – Die Rasenprobleme in Innsbruck
Nicht auf dem Platz, sondern rund um ihn sorgte WSG Tirol für einen der größten Aufreger der Runde. Weil der FC Wacker Innsbruck sein Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Bregenz bereits am Freitagabend im gemeinsam genutzten Tivoli-Stadion austrug, musste die WSG nur einen Tag später gegen Sturm Graz auf einem stark strapazierten Rasen ran. Wer auf reimende Erklärungen steht: So wurde der Rasen durch Wacker zum Acker.
WSG-Trainer Philipp Semlic fand dafür deutliche Worte: Die Rasenqualität bezeichnete er als „eine Katastrophe", die gesamte Terminierung als „unprofessionell". Besonders ärgerte ihn, dass die beiden Innsbrucker Klubs offenbar nicht an unterschiedlichen Wochenenden zuhause spielen können: „Sehr peinlich für ganz Fußball-Tirol", so Semlic unumwunden.
Sportlich ging die Partie gegen Sturm Graz mit einem 1:1 zumindest ohne Niederlage aus. Der Ärger über die Rasensituation dürfte die WSG aber weiter begleiten, solange der Klub bis zur Fertigstellung der eigenen Heimstätte in Wattens im Tivoli zu Gast ist.
TOP – Salzburg und Rapid erkämpften knappe Siege gegen knifflige Gegner
Zwei der Liga-Topteams mussten sich ihre Auftaktsiege hart verdienen. Red Bull Salzburg tat sich unter dem neuen Trainer Danny Röhl gegen kompakt verteidigende Hartberger schwer. Trotz drückender Überlegenheit wollte der Knoten lange nicht platzen. Erst Karim Konaté erlöste die Bullen mit einem Kopfballtor in der 89. Minute zum 1:0-Sieg.
Der SK Rapid machte es zeitlich genau umgekehrt. Die Hütteldorfer gingen gegen Altach sehr schnell in Führung, taten sich danach aber immer schwerer, für Gefahr zu sorgen. Petter Nosa Dahl besorgte bereits in der 4. Minute die Führung, danach musste die Elf von Johannes Hoff Thorup den knappen Vorsprung gegen ein mutig aufspielendes Altach aber „mit einer Portion Glück" über die Zeit bringen. In der ersten Halbzeit war Rapid noch deutlich überlegen. In Halbzeit zwei war Altach immer mehr am Drücker. Wirklich gefährlich wurde es allerdings nur einmal Am Ende stand ein 1:0-Heimsieg. Für die Statistik-Freunde: Das war der fünfte Zu-Null-Erfolg in Serie im ersten Heimspiel einer Saison für Rapid.
