Formel 1: Shootingstar Antonelli will "auf dem Boden bleiben"

Antonelli nach dem Sieg beim Grand Prix in Japan
Antonelli nach dem Sieg beim Grand Prix in JapanREUTERS/Jakub Porzycki

Mercedes-Shootingstar Kimi Antonelli will trotz seines starken Saisonstarts in der Formel 1 nicht zu weit in die Zukunft blicken. "Ich spüre nicht mehr Druck", sagte der WM-Führende am Freitag in einer digitalen Medienrunde: "Ich weiß, dass die Erwartungen der Leute nach zwei Siegen und einem guten Auftakt nun größer sind. Am Ende des Tages fokussiere ich mich aber auf den Prozess, was ich tun muss."

Er wolle den Schwerpunkt "nicht auf die Erwartungen oder das finale Resultat" legen, führte der Italiener weiter aus: "Ich versuche, auf dem Boden zu bleiben, mich auf das Endziel zu konzentrieren und darauf, wie ich dorthin gelange."

Nach seinen Siegen in China und Japan liegt Spitzenreiter Kimi Antonelli neun Punkte vor seinem englischen Teamkollegen George Russell. Aufgrund des Krieges im Nahen Osten befindet sich die Königsklasse derzeit in einer ungeplanten Pause, erst am 3. Mai geht es mit dem Grand Prix in Miami weiter.

"Es war gut, ein wenig Zeit zu haben, um über die ersten drei Rennen nachzudenken", sagte Antonelli, der als jüngster Fahrer überhaupt in der Formel 1 die WM-Wertung anführt. Doch mittlerweile fühle sich die Pause "zu lang" an: "Ich möchte einfach wieder raus auf die Strecke."

Mercedes bleibt in Favoritenrolle

Auch auf dem Kurs in Florida werden die Silberpfeile favorisiert an den Start gehen. "Wir haben großen Respekt füreinander", sagte Antonelli über Russell. Vor seinem erfahrenen Teamkollegen will er sich aber nicht verstecken.

Russell und Antonelli haben ein gutes Verhältnis
Russell und Antonelli haben ein gutes VerhältnisREUTERS/Jakub Porzycki

"Natürlich habe ich das Gefühl, dass ich ein Herausforderer sein kann. Deswegen bin ich hier", sagte der 19-Jährige: "Ich fahre, um Rennen und Meisterschaften zu gewinnen."

Diese Jahr biete "uns allen eine riesige Chance", sagte der Teenager mit Blick auf den starken Mercedes: "Wir beide wollen diese nicht ungenutzt lassen."